Wahlen in Italien

Nur noch 5 Wochen bis zu der wichtigen Wahl in Italien. So wie es aussieht, wird es auch dort lange dauern ehe eine neue Regierung gebildet werden kann.

Die 5 Sterne Partei (die anti-System-Partei) liegt in den Umfragen vorne. Sie wollen das bestehende Italien verändern. Die verbreitete Vetternwirtschaft und die Mauscheleien sollen verschwinden!

Die Etablierten fürchten, dass diese Protest Partei keine Ahnung vom Regieren und von der Wirtschaft hat. Italien steht in Europa an dritter Stelle der Volkswirtschaften.- Schreckens Szenarien werden an die Wand gemalt,um die 5 Sterne Bewegung in Misskredit zu bringen. Dabei tut sich besonders Silvio Berlusconi hervor. Seine Verurteilung wegen Steuerhinterziehung scheint ihn dabei nicht zurück zu halten.

Der Gründer der 5 Sterne Partei, Beppo Grillo, steuert aus dem Hintergrund die Aktionen. 2013 hatte die Gruppierung aus dem Stand 25% erreicht. Er sagte damals, er wolle das Parlament wie eine Thunfischdose öffnen und alle Altlasten entsorgen. Mit dieser Antisystem Parole hatte er Erfolg.

Plötzlich wird in Italien die politische Klasse mit ihren Dienstautos und hohen Diäten hinterfragt. Doch es ist kaum vorstellbar, die politischen Machenschaften Roms aufzulösen und zu beseitigen! Wohl ist Beppo Grillos Partei ein Sammelbecken für Unzufriedene und Kritiker am System, aber wie will er, wenn er nicht bereit ist, Koalitionen mit anderen Parteien einzugehen, regieren können?

Die wichtigsten Themen im Partei Programm der 5 Sterne sind eine auf 50 Jahre angelegte Energiereform unter Ausnutzung von Sonne, Wind und Biomasse und sie engagieren sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen.
Am schwierigsten wird es sein, Veränderungen in Rom herbeizuführen. In den letzten 18 Monaten seit der Wahl hat die junge Bürgermeisterin, Virginia Raggi, die Versprechungen der Partei nicht erfüllen können. Seit Weihnachten quillt der Müll aus den Tonnen und die Stadt erstickt im Verkehr.

Pier Carlo Padoan, der amtierende Finanzminister, rechnet damit, dass es in Italien lange dauern wird, eine neue Regierung zu bilden.


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