Die Schweinepest, Sorgen der Bauern

Aus Polen und Tschechien kommend, breitet sich die Afrikanische Schweinepest weiter nach Westen aus. Die Angst vor der Seuche wächst in Bayern, denn es gibt keine Impfung oder Medikamente, die die Schweine schützen könnten.

Besonders betroffen sind die Bauern, die ihren Tieren die Möglichkeit geben, sich im Freiland zu bewegen. Sie werden vom Umweltministerium ständig überprüft. Sollte sich die Krankheit bis zu uns ausbreiten, wäre das ein ‚“Supergau“ für die Bauern!
Als Gegenmittel bemühen sie sich besonders um Stallhygiene: Beim Betreten des Stalls werden die Schuhe gewechselt, damit keine Erreger von draußen in den Stall gelangen. Sollte das passieren, müssten alle Tiere geschlachtet werden, und das Gebäude für mindestens ein halbes Jahr gesperrt werden. Das wären enorme finanzielle Schäden für den Landwirt. Für manchen würde das den Bankrott bedeuten. Zwar gibt es eine „Ertragsausfall Versicherung“, aber die würde nur den Wert der Tiere ersetzen. Den langfristigen finanziellen Schaden deckt sie nicht ab.

Aus Sicht der Betroffenen ist die größte Gefahr für die Ausbreitung der Seuche der Transitverkehr aus den Ländern östlich von uns und bei der Wanderung der Wildschweine.
Der Virus kann durch kontaminierte Kleidung und Transportfahrzeuge verbreitet werden. Natürlich birgt der direkte Kontakt mit Blut oder Sekret der infizierten Tiere die größte Gefahr.

Zur Zeit werden auf der Strasse überfahrene Wildschweine auf den Virus der Afrikanischen Schweinegrippe hin untersucht. Standardmäßig wird jedes geschossene Tier auf verschiedene Krankheiten und die radioaktive Belastung (noch immer durch dem Unfall in Tschernobyl 1986 ausgelöst) untersucht.

Der bayerische Jagdverband sagt dazu:“ Wir wissen um die Gefahr, und sind aufmerksam.“
Die Staatsregierung hat eine Abschussprämie von € 20,- ausgesetzt. Doch die Jäger sagen, sie schießen sowieso schon so viele Wildschweine wie möglich. Das ist nicht so leicht, denn die Tiere sind nachtaktiv. Bei dem großen Angebot an Maisfeldern haben sie auch reichlich gute Nahrung und Verstecke.

Die Seuche sei für den Menschen nicht gefährlich, aber die Sorge um einen eventuellen Ausbruch treibt die Bauern zu besonderen Vorsichtsmaßnahmen.


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