Erdogans Verfolgungswahn

Es hört sich unglaubwürdig an, aber Erdogan hat die Befürchtung entwickelt, dass die Risse und Flicken auf Jeans Morse Signale seiner Gegner sind!
Die „Ripped Denim“ Jeans mit klaffenden Löchern, Schlitzen und Rissen sind auch bei der Jugend in der Türkei beliebt, und gehören zum Straßenbild.
Der Verdacht besteht, dass die Anordnung der Löcher Signale an westliche Spione liefert. Schuld soll mal wieder die Gülen Bewegung sein, der ja auch die Verantwortung für den Putsch im letzten Jahr unterstellt wird.
Auch T-shirts mit der Aufschrift „Hero“ führen inzwischen zu Verhaftungen. Viele Türken hatten diese schon vor längerer Zeit gekauft. Plötzlich wurden sie verdächtigt, Staatsfeinde zu sein.
Geheimbotschaften werden auch bei Nummernschildern an Autos und bei US-Banknoten vermutet. Letztere sollen von Gülen Anhängern als Ausweise benutzt werden.
Ein tragisches Ende nahmen diese Verdächtigungen für eine Familie aus dem Schwarzmeer Ort Daday. Die Eltern, beide Lehrkräfte an der Schule, wurden nach dem Putsch unter dem Verdacht entlassen, Gülen Anhänger zu sein. Sie flüchteten mit ihren drei Kindern und versteckten sich bei Bekannten. Doch als ihre Ersparnisse zu Ende gingen, versuchten sie mit einem alten Boot die Küste der griechischen Insel Lesbos zu erreichen. Dabei ertrank die ganze Familie.

In Deutschland beantragen inzwischen immer mehr türkische Staatsbürger politisches Asyl.

Um den Verkauf von Gold zwischen der Türkei und dem Iran geht es bei einer Gerichtsverhandlung in New York.
Der Vorwurf, die Familie Erdogans sei daran beteiligt, muss noch entkräftet werden. Dabei geht es um Korruption und Steuerhinterziehung.

Der türkisch-iranische Goldhändler Reza Zarrab ließ mit seiner Aussage vor dem amerikanischen Gericht viele Politiker in Ankara den Atem anhalten. Es geht um Millionen Beträge mit denen angeblich Minister bestochen wurden.


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