Brandschutz in Wohngebäuden

Bei dem schrecklichen Hochhausbrand in London kamen viele Menschen ums Leben. Ein defekter Kühlschrank führte dort zu einer Katastrophe. Die isolierenden Dämmstoffe an den Fassaden fingen sehr schnell Feuer und es war den Menschen nicht möglich sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.
Seither macht man sich Gedanken über die Dämmstoffe, die ja auch bei uns im Bau eingesetzt werden. Wie gefährlich sind die verschiedenen Fassadenverkleidungen?
Der Industrie Verband Hartschaum vertritt die Meinung, Styropor, (ein Produkt, das durch chemisches Aufschäumen von Styrol entsteht) schwer entflammbar sei. Es ist sehr beliebt im Baugewerbe, weil es leicht zu verarbeiten ist, und preisgünstig angeboten wird. Bei einem Marktanteil von 32 % liegt es allerdings hinter Mineralwolle mit 54 %.
Entscheidend ist beim Einsatz von brennbaren Dämmstoffen die Höhe des Gebäudes. Da liegt die Grenze bei
7 Meter, für die normale entflammbare Baustoffe zugelassen sind. Das gilt also für die meisten Einfamilienhäuser.
Schwer entflammbare Baustoffe, wie mit Schutzmitteln bearbeitetes Polystyrol, werden bis zu einer Höhe von
22 Metern genehmigt.
Der Industrieverband Hartschaum meint: Wenn das Dämmmaterial fachgerecht verarbeitet ist und den Zulassungen entspricht, können sich die Bewohner sicher fühlen. Dem stimmt auch die Verbraucherzentrale zu und hält das „Brandrisiko“ für kalkulierbar gering.
Auch das, gerade in Bayern beliebte Holzhaus ist im Brandfall nicht ungefährlich. Aber auch hier ist die Höhe des Gebäudes entscheidend.
Die Bayerische Ingenieurkammer-Bau hält es für viel wichtiger, dass die Bewohner auf gut durchdachte Fluchtwege achten. Denn, wenn es hier Hindernisse gibt, entstehen die meisten Gefahren Momente.
Genaueres zu diesem Thema erfährt man im Merkblatt der Bauminister Konferenz. Der umfangreiche Titel lautet:
„Empfehlung zur Sicherstellung der Schutzwirkung von Wärmedämmverbundsystemen. (WDVS)
Ein wichtiger Satz daraus: “ Es ist darauf zu achten, dass der Putz in Takt ist und so die Dämmschicht geschützt ist.“


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