Deutschklassen für Migrantenkinder?

Mit dieser Forderung macht M. Söder zur Zeit auf sich und seine, vor der Wahl stehende CSU, aufmerksam. Er möchte, dass Schüler erst in den regulären Unterricht kommen, wenn sie gut Deutsch sprechen und auch unsere Werte kennen. Zu diesem Zweck sollen „Deutschklassen“ eingerichtet werden. Hier sollen die Schüler intensiv Deutsch lernen aber auch Verständnis für die Werte unserer Gesellschaft vermittelt bekommen.

Kritik kam sofort vom Bayerischen Lehrerverband, der die Kinder nicht auseinander dividieren will. Gemeinsames Lernen sei sinnvoller um die Integration der Migrantenkinder zu fördern. Außerdem sei nicht klar, wie man den richtigen Zeitpunkt für den Übertritt in die Regelklasse erkennt!?

Unausgegoren nennt die FDP Söders Vorschlag.
Die Grünen verlangen eine rasche Integration in die Regelklassen. Für sie ist der Zugang zu Bildung das zentrale Kriterium für eine erfolgreiche Integration. Aber um das zu bewerkstelligen werden mehr und besonders geschulte Lehrkräfte gebraucht. Auch müssten die Schulen finanziell besser ausgestattet werden.

Heftig kritisieren muss man diesen Vorschlag Söders, mit dem er Stimmen für seine Partei bei der Wahl im Oktober gewinnen will. In dieselbe Richtung arbeitet Seehofer mit seiner unqualifizierten Behauptung, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre. Sogar dem früheren Finanzminister Theo Waigel geht das zu weit. Mit der Forderung alle Parteien müssen ihre persönlichen Profilierungen einstellen, ruft er zu einem besseren Miteinander in der Koalition auf. (Daran können sie jetzt bei ihrem Treffen in Meseburg arbeiten.)

Und ein früherer Bürgermeister und Lehrer stellt in seinem Leserbrief fest: Wer leuchtet hinein in die eklatanten Schwächen der Politik, der fehlenden Unterstützung der Lehrer und Schulleiter. Überbordende Bürokratie scheint die Antwort zu sein.
Das hilft den Schülern nicht weiter!


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