Salafisten in Deutschland

Jugendliche sehnen sich nach einem Gefühl der Gemeinschaft. Sie brauchen eine Selbstbestätigung. Das ist etwas, was ihnen die Salafisten bieten; sie sind eine Art radikaler Sozialarbeiter. Mit ihrer Propaganda greifen sie gezielt die Konflikte auf, die Jugendliche beschäftigen. Damit werden sie zu einer Gefahr für unsere Gesellschaft! Mehrere junge Leute sind durch die Motivation der Salafisten als Kämpfer oder Mitläufer nach Syrien gegangen.
Jetzt hat sich der Verein Ufiq (arabisch „Horizont“) gegründet, der versucht diesem Problem entgegen zu wirken. Er wurde in Berlin ins Leben gerufen und hat inzwischen in Bayern eine Fachstelle für Prävention. Dabei geht es nicht um die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, sondern wie man am besten mit der gesellschaftlichen Realität umgehen sollte. Sozialarbeiter von Jugendzentren und Schulen sowie Lehrkräfte bekommen hier Hilfestellungen, wie sie dem Thema in Diskussionsrunden begegnen können. – Und wie sie unterscheiden lernen zwischen Provokation Jugendlicher, die Aufmerksamkeit wollen und dem Abwenden dieser von unserer Gesellschaft.
Mit Hilfe von Filmen wird das Wissen über den Islam und den Dschihad vertieft. Anschließende Diskussionen helfen den eigenen Standpunkt zu klären. Die Frage „wie willst du leben“ ist dabei Ausschlag gebend.
Auf lokaler Ebene muss mit vereinten Kräften gegen das Abdriften Jugendlicher in die Szene der Salafisten gearbeitet werden. – Die Stadt Augsburg ist da auf einem guten Weg und hat auch mit ihrer Schulung muslimischer Seelsorger viel getan. Der Verein „Brücke“ geht zum Beispiel mit dem Projekt „Heroes“ der Frage des „Ehrbegriffs“ nach, der ja häufig zu Konflikten und aggressiven Handlungen führt.
Auf Bundesebene werden Mittel in die Präventionsarbeit von Polizei und Verfassungsschutz investiert.


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