Eine Autobahn wird abgebaut. Schicksal der A8

Ein Relikt aus dem 3. Reich, das Teilstück der Autobahn A8 , wird in diesen Wochen mit Einsatz großer Maschinen, die einem Fallbeil gleichen, beseitigt.
Dieses Teilstück der ersten deutschen Autobahn zwischen Ulm und München wurde zwischen 1937 und 1940 fertig gestellt.
Damals hatte man so gut wie keine Maschinen im Einsatz. 3000 Männer luden die Erde mit Schaufeln auf Lorenbahnen. – Heute arbeiten 300 Männer mit Hilfe von 150 Geräten und Fahrzeugen an der neuen Trasse.
Mit dem Bau dieser Autobahn wollte man die Wirtschaft ankurbeln – aber auch der Hintergedanke, im Kriegsfall schnell Truppen bewegen zu können, spielte eine wichtige Rolle.
Damals passte man die Streckenführung der Landschaft an. Über Hügel und manchmal auch um diese herum ging die Fahrt. Die Schönheit der Landschaft wollte man mit immer neuen Ausblicken zeigen.
Heute passiert genau das Gegenteil: Damit die Lastwagen nicht an den Steigungen hängen bleiben, wird das Gelände abgetragen. Das Verkehrsaufkommen hat sich so stark entwickelt, dass oftmals Lärmschutzwände notwendig sind, und o man wie in einem Kanal fährt ohne irgend eine Aussicht zu haben.
Die Reste der alten Autobahn werden zertrümmert und als Unterbau und Frostschutz für die neue Strecke verwendet.
So lebt die alte Autobahn doch wieder weiter!


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