Kreuzfahrtschiffe

Die winterlichen Temperaturen wecken Sehnsüchte nach Sonne, Wärme und Meer.
Es werden Urlaubspläne gemacht. Sehr beliebt sind Kreuzfahrten in südliche Regionen.

Die größte deutsche Werft für Kreuzfahrtschiffe ist in Papenburg in der Nähe von Emden.
Die Firma Meyer Werft baut seit 1795 Schiffe und hat sich in den letzten Jahrzehnten auf Ozeanriesen spezialisiert. Ihre Auftragsbücher sind voll. 3000 Mitarbeiter sind beschäftigt.
Der Stapellauf der Schiffe und ihre Fahrt auf der Ems bis zur Nordsee lockt jedes Mal große Besucherzahlen an.
Am zweiten Wochenende im März ist es wieder so weit. Dann verlässt die „Norwegian Bliss“ die Werft. Der riesige Aufbau des Schiffes läßt das kleine Papenburg wie eine Puppenstube wirken.
Zur Zeit arbeitet man an der „Aida Nova“. Das Besondere an diesem Schiff ist, dass es auf See und im Hafenbetrtieb mit emissionsarmem Flüssiggas betrieben werden kann.
Bei den älteren Schiffen laufen die Motoren mit Schweröl. Sie müssen auch im Hafen für Versorgung und Kühlung laufen. An einem Betriebstag werden 150 Tonnen Schweröl verbraucht. Das entspricht 5 Tanklastern, die bei der Verbrennung in 5 Tonnen gesundheitsschädliches Stickoxid umgewandelt werden. Aus diesem Grund sind die Schiffe in vielen Häfen nicht gerne gesehen.
In Barcelona wehrt sich die Bevölkerung gegen zu viele Schiffe, deren Emissionen und die vielen Touristen, die wenig Geld in der Stadt lassen. Auf dem Schiff wird ihnen ja alles geboten. Jetzt möchte die Bürgermeisterin einen Teil des Hafens wieder für die Einwohner gestalten. Der Kreuzfahrtanleger soll verlagert und reduziert werden.

Um die Reisenden auf umweltfreundliche Kreuzfahrtschiffe aufmerksam zu machen, veröffentlicht der NABU (Naturschutz Bund Deutschland) jedes Jahr ein „Kreuzfahrt Ranking“. Wirklich umweltfreundlich kann so eine Reise nie sein, sagen sie. Allein die Müll und Abwassermengen sind enorm.
Aber es gibt inzwischen einige Schiffe, die Flüssiggas einsetzen und damit Rußemissionen und Schwefeloxid eliminieren und Stickoxid um 70% mindern.
Diese Bilanz wird sich in den nächsten Jahren durch neu gebaute Schiffe verbessern.


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