Pläne für die Zukunft Afrikas

Entwicklungsminister Müller spricht unbequeme Wahrheiten aus, die die Bürger Europas ungerne zugeben: „Wir haben die Menschen billigst ausgenutzt,“ so sein Statement „wenn wir so weiter machen, wie bisher, haben die Menschen in vielen Teilen Afrikas gar kein andere Chance, als sich auf den Weg zu uns zu machen.“

Müller verlangt nach Regeln für den globalen Austausch von Menschen, Finanzen, Gütern und Dienstleistungen. Soziale und ökologische Mindeststandards sind notwendig, um weitere Flüchtlingsströme zu verhindern.

In Westafrika wird unser Kaffee von Kindern geerntet. Sie müssen hier für unseren Wohlstand bei geringer Bezahlung arbeiten.- Unsere Kleidung wird zum großen Teil in Äthiopien und Bangladesch produziert. Wir können sie nur so billig kaufen, weil die Näherinnen dort für einen Hungerlohn arbeiten, oft im Auftrag europäischer Firmen.
In unserem Haarshampoo steckt Palmöl aus Indonesien. Damit die Palmen Plantagen Platz haben, werden dort die Wälder abgebrannt. Das trägt bei zur Erderwärmung und raubt den heimischen Tieren ihren Lebensraum!

Europa trägt eine besondere Verantwortung für die früheren Kolonien in Afrika und Asien, so der Minister. Erst vor 50 Jahren zogen sich die Kolonialmächte zurück. Nur wenige Länder haben es bisher geschafft, eine funktionierende Verwaltung ohne Korruption aufzubauen.

Müller stellt sich eine neue gleichberechtigte Zusammenarbeit vor. Unterstützung bei der Entwicklung in Afrika kommt von G20 Investitions Partnerschaften. Schwerpunkt dabei soll Energie, Infrastruktur und Ausbildung sein.
Vor allem in Nordafrika gibt es viele engagierte Partner. Erneuerbare Energien aus Biomasse, Sonne- und Wassernutzung stehen an erster Stelle.
In Kenia ist inzwischen eine Saftfabrik entstanden. Mit Investitionen einer deutschen Firma ist dort eine supermoderne Verarbeitungsanlage für lokale Früchte gebaut worden, und beliefert den europäischen Markt.

Die Forderung Müllers lautet: Jeder kann seinen Anteil an der Entwicklung leisten, indem er Produkte aus Fairem Handel kauft. Damit geschieht die schnellste Hilfe. Faire Preise für die Erzeuger können vor Ort für Schulgeld und gute Ernährung sorgen.


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