Kein Sommermärchen bei der EM in Frankreich

Leider gibt es neben den Fußballspielen zu viele negative Ereignisse in Frankreich.Nach der Partie Russland gegen die Slowakei musste die Polizei Tränengas einsetzen um die Fans zu trennen. Seit Beginn des EM-Turniers wurden schon 300 Personen festgenommen. Immer wieder ist die Polizei im Einsatz um Gruppen von einander zu trennen. Eine große Rolle spielen Betrunkene, die sich nicht unter Kontrolle haben und aggressiv werden. Besonders heftig ging es in Marseille zu nach dem Spiel Russland gegen England. 3 Russen landeten im Gefängnis; sogar der Vorsitzende der Allrussischen Fanvereinigung (WOB) sitzt in Abschiebehaft.
Die Polizei hat alle Hände voll zu tun. Außer den Problemen rund um die Fußballspiele sieht es insgesamt im Land nicht rosig aus:
Es herrscht ein allgemeines Klima der Gewalt sowie von Politikverdrossenheit. Mitarbeiter von Air France, der öffentlichen Verkehrsmittel und der Müllabfuhr streiken. So stapelt sich der Abfall in Paris. Das ist kein schönes Willkommen für die vielen Touristen! Die Krise im Land ist politisch und wirtschaftlich. Sie findet ihren Niederschlag im Erfolg der Front National.Viele Menschen im Land haben das Vertrauen in die Politik verloren und erwarten nichts positives von der Zukunft.
Die Beamten aus den 23 Staaten die an der EM teilnehmen (180 sind vor Ort) beklagen, dass der Austausch mit den Franzosen mangelhaft sei.Eine Zusammenarbeit wie sie bei vergangenen Turnieren stattgefunden hat, gibt es dieses Mal nicht. Die Deutschen hatten der dortigen Polizei 300 Störer gemeldet. Doch den französischen Beamten fehlt die Routine im Umgang mit Hooligans, bedauern auch die Briten. Sie setzen sofort Tränengas und Wasserwerfer ein.
Ihre Reaktionen sind vielleicht verständlich, wenn man bedenkt welcher Dauerbelastung sie seit den Pariser Terroranschlägen im vergangenen Jahr ausgesetzt sind!


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