Griechenland im Flüchtlings Chaos

Die Schlepper auf dem Victoria Platz in Athen sind dabei, neue Routen auszuarbeiten, um Flüchtlinge nach Mitteleuropa zu bringen. Zwischen 2500 und 3000 Euro liegt der Preis, den sie dafür pro Person verlangen!
Die Lage in Griechenland spitzt sich immer mehr zu. Nachdem Österreich und Mazedonien ihre Grenzen weitgehend dicht gemacht haben und die Menschen zurück nach Griechenland transportieren. Die Zahl der Gestrandeten nimmt täglich zu.
Bisher wurden sie mit Fähren von den Inseln Lespos, Chios und Samos, die sie mit kleinen Booten aus der Türkei kommend erreicht hatten, auf das griechische Festland transportiert. Aber der Rückstau um Athen nimmt dramatische Formen an. Als Zwischenlösung werden Flüchtlinge jetzt in Fähren untergebracht, die in den Häfen der Inseln festgemacht haben.
Pro Asyl befürchtet, dass demnächst mit Todesfällen gerechnet werden muss. Die hygenischen Bedingungen begünstigen Krankheiten und Infektionen.
Die evangelische Kirche der Schweiz hat inzwischen Sonderflüge für Flüchtlingsfamilien mit schwer kranken Kindern eingerichtet. Sie fordert, die Einreise Möglichkeiten für Asylberechtigte zu vereinfachen, damit sie nicht den gefährlichen Überfahrten über das Mittelmeer ausgesetzt sind.
Die Uneinigkeit innerhalb der Europäischen Union verhindert nach wie vor eine konstruktive Betreuung der Menschen in den Lagern entlang der syrischen Grenze. Nur wenn man dort alle mit dem Notwendigsten versorgt und für die Kinder Schulunterricht ermöglicht, ist damit zu rechnen, dass der Zustrom nach Europa nachlassen wird.


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