Giftige Dämpfe im Flugzeug

Ist es ihnen auch schon passiert, dass sie bei oder nach einer Flugreise Kopfschmerzen oder Übelkeit empfanden?
Bei der neuesten Untersuchung dieses Problems wurde festgestellt, dass die Luft für den Innenraum des Flugzeuges an den Turbinen angesaugt wird. Dort könnten durch die große Hitze aus Kerosin, Ölen und Enteisungsmitteln giftige Dämpfe entstehen. Also ist es kein Wunder, dass es manchen Passagieren nicht gut geht. Es hat sogar schon Situationen gegeben, wo der Pilot und der Copilot nur noch mit großer Mühe und mit dem Einsatz von Sauerstoffmasken das Landemanöver durchführen konnten. Sie fühlten sich elend und benebelt!
Diese Zwischenfälle häufen sich. Bisher waren die medizinischen Zusammenhänge aber unklar. Jetzt haben die Forscher der Universität Göttingen Blut und Urinproben des Flugpersonals gleich nach dem Verlassen der Maschine mit einem neuen Verfahren untersucht. Sie fanden regelmäßig flüchtige organische Verbindungen. Diese Stoffe greifen Nerven sowie Herz und Kreislaufsysteme an und reizen die Atemwege. Sie könnten an den Turbinen entstehen und durch undichte Stellen im Triebwerk in die Zapfluft gelangen.
Die Pilotenvereinigung Cockpit verlangt von den Flugzeugherstellern, diese Gesundheitsrisiken für Besatzung und Passagiere endlich abzustellen und technische Vorkehrungen zu treffen, die das Problem beseitigen. Es müsste zusätzliche Hilfsturbinen für die Kabinenluft geben. Diese waren wohl früher üblich, wurden aber aus Kosten- und Gewichtsgründen eingespart. Nur Boing hat für das Modell der 787 eine bessere Lösung im Interesse von Personal und Passagieren gefunden.
Zwar hat man einen dauerhaften Gesundheitsschaden bei den Betroffenen nicht feststellen können, aber die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen und die Berufsgenossenschaft für Verkehr in Hamburg nehmen das Problem sehr ernst und fordern einheitliche Standards für die Qualität der Kabinenluft.


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