Der ökologische Fußabdruck

Ein neues Thema ist bei den älteren Jahrgängen in den Schulen angekommen: „Der ökologische Fußabdruck“. Der Verein Multivision hat eine Bildungsoffensive gestartet und wird dabei von Bund Naturschutz unterstützt.
Rund 7 Milliarden Menschen leben auf unserer Erde. Eine Zahl die kaum vorstellbar ist. Genau so wenig vorstellbar ist die Verteilung der Ressourcen auf der Welt! Der Moderator des Projekts S Simones veranschaulicht die Situation, indem er alle Schüler, die in den Monaten Juni bis August geboren sind, aufstehen lässt. Das sind etwa ein Viertel aller Schüler. Sie stehen nur stellvertretend für das Viertel der Weltbevölkerung, die wohlhabend ist, erklärt Simones, und sie zeigen den Anteil der Menschen, die dreiviertel der weltweiten Ressourcen verbrauchen.
Das Problem ist, dass auf der Erde von den 51 Milliarden Hektar Land nur 12 Milliarden Hektar als bioproduktive Fläche zur Verfügung stehen. Um all die Energie und Rohstoffe zur Verfügung zu stellen, die von den Industrie Staaten verbraucht werden, braucht jede Person 4,6 Hektar. Rechnerisch, wenn man die Gesamtbevölkerung des Globus betrachtet, stehen jeder Person aber nur 1,5 Hektar zu. Konsequenz daraus heißt, wir müssen unseren Verbrauch, also unseren ökologischen Fußabdruck reduzieren.
Die Schüler kommen mit einigen Vorschlägen z.B. mehr Rad fahren, weniger Fleisch essen, weniger warmes Wasser verbrauchen. Ihren Eltern wollen sie raten, langlebigere Produkte zu kaufen, die man auch reparieren kann.
Und da taucht dann ein Bericht von einem Repair Cafe auf, dass es schon in verschiedenen Gemeinden und Städten gibt. Toaster, Stereoanlagen und Staubsauger werden hier wieder fit gemacht. Wieder engagiert sich der Bund Naturschutz und auch das Kolpingwerk. Sie wollen den Müllberg reduzieren und die gesellschaftliche Kompetenz, sich gegenseitig zu helfen, fördern.
Angeschlossen ist auch bei manchen Projekten eine „Kleiderklinik“ wo man mit Nadel und Faden das Lieblingsstück wieder tragbar macht. Ebenso gibt es Fahrradkliniken und der große Renner für Senioren ist die „Handy Klinik“.
Hier wird die Funktionsweise des mobilen Telefons von jungen Leuten erklärt und Tipps zur optimalen Nutzung gegeben.
Nebenbei führt das Reparieren zu tollen nachbarschaftlichen Kontakten!


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