Windkraftwerke in Bayern

Fährt man auf der A 8 von München Richtung Stuttgart erscheinen kurz nach Odelshausen auf einer Höhe im Wald einige stattliche Windräder. Majestätisch drehen sich ihre Propeller hoch über den Wipfeln des Waldes.
Um sie dort zu erbauen war viel Planung und Vorarbeit erforderlich: Nachdem der Wald gerodet ist, wird das Fundament angelegt. Es entspricht in seiner Grundfläche fast einem Fußballfeld und reicht in eine Tiefe von 3,5 Metern. 70 Tonnen Betonstahl werden gegossen. Das Gesamtgewicht des Fundaments beträgt 1000 Tonnen. (Darin werden auch die Leitungen verlegt und unterirdisch zu einem Transformator geführt) Eine Last von 1800 Tonnen wird auf diesem Fundament liegen wenn alles fertig ist.
Um das ganze Gebilde zu errichten braucht man einen Spezialkran. Er wird seitlich neben dem späteren Turm aufgebaut. Allein der Transport dieses Krans erfordert 35 bis 45 Tieflader!
Am schwersten ist die Gondel, in der auch das Maschinenhaus untergebracht ist. Sie muss auf 140 Meter angehoben werden, und an ihr sind die 3 60 Meter langen Rotorblätter montiert. Die Gesamthöhe einschließlich der Rotorblätter beträgt 199 Meter. (Das Ulmer Münster ist 161,5 m hoch)
Ein durchschnittliches Binnen – Windkraftwerk hat eine Leistung von 2400 bis 3000 kW.
Durch den Beschluss der bayerischen Staatsregierung, einen Abstand von 2 km zu einem solchen Windkraftwerk zur Wohnbebauung einzuhalten, sind die meisten Projekte in Bayern nicht mehr möglich.
Allerdings arbeiten die Oppositions Parteien im bayerischen Landtag an einer Klage vor dem Verfassungsgerichtshof gegen diese 10 H Regel. Sie argumentieren, dass die CSU mit diesem Gesetz gegen geltendes Recht verstoßen und sich über die Meinung dutzender Experten hinweggesetzt habe.


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