Microplastik, ein ökologisches Problem

In verschiedenen Kläranlagen hat man das Ablaufwasser (also das gereinigte Wasser, welches den Flüssen und dann den Ozeanen zugeführt wird) untersucht, und dabei festgestellt, dass die Belastung durch Microplastik Teilchen bis zu 700 pro Kubikmeter Wasser und bei Microfasern bei 1400 pro Kubikmeter Wasser beträgt. Nur eine der untersuchten Kläranlagen hatte einen Tuchfilter vorgeschaltet und reduzierte damit den Eintrag in den Fluss um 97%.
Woher kommt diese Belastung?
Microplastik sind Teilchen von weniger als 5 mm Größe. Sie stammen aus Zahnpasta, Duschgels und Kosmetika oder auch vom Abrieb und Zersetzung von Plastikgegenständen oder Fleecepullovern.
Diese Teilchen binden Schadstoffe an sich und gelangen in die Nahrungskette. ( Die Bundesregierung geht davon aus, dass alleine in Kosmetikprodukten jährlich etwa 500 Tonnen aus Polyethylen verwendet werden.)Mikroplastik
Je nach Kläranlage gelangen jährlich zwischen 93 Millionen bis 8,2 Milliarden Partikel in unsere Flüsse. – Auch im Klärschlamm, der auf den Feldern ausgebracht wird, befinden sich hohe Konzentrationen von Microplastik.
Auf eine Anfrage der Grünen Fraktion hieß es: Es sind mehr als 250 Arten von Meerestieren bekannt, die Plastik mit der Nahrung aufnehmen.
Die Bundesregierung versucht, die Kosmetik Industrie dahingehend zu beeinflussen, auf die Nutzung von Microstoff- Partikeln zu verzichten; denn das Vermeiden in der Produktion ist natürlich sinnvoller und billiger als späteres Herausfiltern!
Das ist auch eine Forderung von Greenpeace und BUND. Das Frauenhofer Institut hat einen Alternativ Vorschlag: Verwendung von Partikeln aus Biowachs, diese sind im Wasser relativ schnell abbaubar.


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