US Innenminister „wütend und frustriert“ auf BP wegen Deepwater Horizon

So jetzt ist es soweit. Die US Regierung, allen voran Innenminister Ken Salazar sind „wütend und frustriert“. Sie regen sich auf, weil es British Petrol (BP) nicht gelingt das Öl Leck in 1,5 km Tiefe im Golf von Mexiko zu schließen. Ein Versuch und ein Termin nach dem anderen scheitern. Die Ölpest breitet sich über die ganze US Golf Küste aus! Eine Umweltkatastrophe unbeschreibbaren Ausmasses. Das ganze zieht sich, seit die Ölplattform: Deepwater Horizon Mitte April in die Luft geflogen ist.

Ich weiß gar nicht, was die US Regierung will. Es hätte doch jedem klar sein müssen, dass wenn mal etwas bei so einem Unternehmen schief geht die Katastrophe perfekt ist und keiner wirklich weiß wie man sie repariert! Allein der Druck dort unten beträgt ca. 150 Bar, also 150 mal so stark wie hier auf der Oberfläche, wenn man die Formel: „Alle 10 m nimmt der Druck des Wassers um 1 bar zu“ hernimmt.

Das war auch vorher klar, zu dem Zeitpunkt, als die Genehmigungen für die Bohrungen erteilt wurden. Gut es wurde gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls verschwindend gering sei. Es wurde aber nie gesagt, dass es keine Unfälle geben kann. Wenn die Wahrscheinlichkeit für einen solchen GAU nur bei 1 Prozent lag, dann heißt das im Umkehrschluss, dass ca. alle 100 Bohrungen so ein Unfall passiert! Diese Statistik ließ sich auch schon vor dem Unfall Mitte April aufstellen.

Ich finde es fein, dass die US Regierung wütend ist. Sie sollen sich jedoch, so wie andere Regierungen auch, an die eigene Nase fassen und auf sich selber wütend sein. Es wird mit einer beispiellosen Verantwortungslosigkeit auf Teufel komm raus nach Öl gebohrt. Ob in der Tiefsee, oder in der Tundra. Unfälle sind statistisch unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Wir brauchen kein Murphy’s Law um vorher zusagen, dass etwas schief gehen wird. Es ist reine Statistik, wie ja auch immer zugegeben wurde.

Mr. Salazar, Mr Obama und alle anderen, die immer wieder kurzfristige  wirtschaftliche Interessen vor langfristigem Überleben stellen, seht es Euch an und erklärt euren Kindern und Enkeln, wie es dazu kommen konnte!

Das Ganz erinnert mich an einen Refrain eines Liedes von Judy Small: „Trading in our children’s futures for false promises today„.

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