ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen

Wer über Ostern auf deutschen Autobahnen unterwegs war, macht sich bestimmt Gedanken über die Zukunftsperspektiven unserer Verkehrssituation.

Für mehr Sicherheit auf deutschen Strassen setzt sich eine Initiative aus Umweltverbänden, Unfallopfer- Hilfe und Polizei ein.  Sie versuchen, von Neuem ein Tempolimit durchzusetzen.

Am schnellsten wird auf der A 9 zwischen Nürnberg und Ingolstadt gefahren. Im Durchschnitt brettern die Autos dort mit 160 km über den Asphalt. Auf der A 8 bei Burgau zwischen Augsburg und Ulm sind die Schnellsten mit 204 km unterwegs. Diese Daten stammen vom Navigationsgeräte Hersteller Tom Tom.                                                                                                                            Aber es ist schwer, in unserem Land   vernünftig über ein Tempolimit zu diskutieren. Scheinbar berührt das Thema die nationale Seele! In der New York Times gab es dazu kürzlich einen Kommentar: „Das Fahren ohne Fesseln ist die letzte Freiheit in einem ansonsten von Regeln eingeschnürten Land!“ Sie vergleichen das Recht mit Bleifuß zu fahren mit dem amerikanischen Recht auf Waffen.

In Deutschland hält man es für irre, dass die Amerikaner bis an die Zähne bewaffnet sind. Dort sterben Zehntausende jährlich durch Schusswaffen. Das hat mit Vernunft wenig zu tun. Ist unser Verhalten in Bezug auf schnelles Fahren vergleichbar?

Die Zahl der Unfälle könnte durch ein Tempolimit gesenkt werden; auch würde CO2 eingespart werden. Die Proteste der Schüler mit ihrem „Friday for Future“ fordern genau das. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km ließen sich 3 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Jährlich sterben auf unseren Straßen 400 Menschen und viele werden verletzt. Das ist ein immenser volkswirtschaftlicher Schaden! Doch unser Verkehrsminister weigert sich den Menschenverstand einzusetzen.

Es wäre schön, wenn die Initiative für ein Tempolimit Erfolg hätte. Der Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft von Nordrhein-Westfalen, Michael Mertens, hat den BUND, Greenpeace, die Unfallopfer -Hilfe und die Deutsche Umwelthilfe hinter sich. „Frau Merkel, handeln sie! Nehmen sie die Forderungen der Schüler, Wissenschaftler und der Bevölkerung ernst, und machen sie den Weg für ein Tempolimit frei!“ fordert auch der Umwelthilfe Chef Jürgen Resch.

 


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