Es ist wieder Spargelzeit

Man wundert sich, dass er jedes Jahr früher angeboten wird. Das hat seinen nicht sehr nachhaltigen Grund:Viele Spargelfelder werden beheizt. Das bedeutet, dass unter der Erde Kunststoff Rohre verlegt werden, durch die warmes Wasser gepumpt wird.

Peter Sutor von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft nennt das „einen erheblichen Eingriff in den Boden, der die Organismen dort empfindlich stört“. Verbraucher können leider nicht erkennen, ob der Spargel beheizt wurde. Aber wenn der Preis bei € 15.- liegt, dürfte klar sein, dass der Anbau teuer wurde, nämlich durch Heizkosten.

Es ist wieder SpargelzeitDie eigentliche Saison beginnt Mitte April. Fast alle Anbauer haben ihre Felder inzwischen mit Folie abgedeckt, vorzugsweise mit schwarzer, die die Sonnenwärme intensiver aufnimmt. Früher konnte Spargel nur auf sandigen Böden gezogen werden. Mit Hilfe der Folien geht das inzwischen aber auch auf schwereren Böden. Dadurch ist die Produktion seit 1990 von 20 000 Tonnen auf  140 000 Tonnen gesteigert worden. Laut LfL ist die Anbaufläche in dieser Zeit um 600 Prozent gewachsen. Mittlerweile ist Spargel das bedeutendste Gemüse der bayerischen Verbraucher.

Was bedeutet der Folien Einsatz für die Umwelt? Alle Monokulturen sind ein Problem für den Boden, denn sie erfordern einen hohen Einsatz an Chemie. Beim Spargelanbau kann das Regenwasser in den Furchen zwischen den Folien nicht schnell genug versickern,es fließt ab und nimmt Erdreich mit. Kräftige Boden-Abschwemmungen können die Folge sein. Auch findet durch die Abdeckung kein Vogel mehr Futter und Insekten haben keine Chance zu überleben. Nach der Ernte muss viel Chemie eingesetzt werden, um die empfindlichen Pflanzen zu schützen.

Doch nun wollen wir uns der schönen Seite des Gemüses zuwenden. Es gibt viele Möglichkeiten es zu servieren: Mit neuen Kartoffeln und Buttersoße, mit Holländischer Soße oder auch als Salat. Am wichtigsten ist jedoch der Einkauf: Frischen Spargel kann man erkennen, wenn man zwei Stangen vorsichtig aneinander reibt und es etwas quietscht, auch sollte er feucht sein.                      Will man ihn für den nächsten Tag aufbewahren hilft es, ihn ein feuchtes Tuch einzuwickeln und im Kühlschrank deponieren.

Und jetzt trotz allem gutes Gelingen und „Guten Appetit!“

 

 


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