Leitungswasser contra Mineralwasser

Einige Gastwirte in Deutschland wehren sich dagegen, ihren Gästen Leitungswasser zu servieren. Sie argumentieren, dass ihre Bedienungen dafür extra Wege gehen müssen und dass die verwendeten Gläser  auch gespült werden müssen. Das kann man ja einsehen. Doch ein geringer Entgelt würde das ausgleichen. Viele Restaurant Gäste, vor allem Senioren, vertragen Mineralwasser nicht und bevorzugen Leitungswasser. Aber auch umweltbewusste Kunden verzichten auf das Mineralwasser aus Flaschen. Es ist ja nachgewiesen, das unser Leitungswasser fast überall im Lande  besser ist als das Mineralwasser.

Wer sich Gedanken um die Nachhaltigkeit unserer Lebensgewohnheiten macht, stellt fest, dass Mineralwasser durch Transport und das Abfüllen der Flaschen nicht umweltfreundlich sein kann.Wie viele Lastwagen fahren seit Jahrzehnten durch dass Land um Getränke- und Supermärkte zu beliefern? Wenn man an die 50 ziger und 60 ziger  Jahre denkt, war das damals alles kein Thema. Die Kinder bekamen Leitungswasser oder Fruchtsirup mit Wasser vermischt.

In den Entwicklungsländern sind die Menschen froh, wenn sie überhaupt Wasser zur Verfügung haben. Skandalös ist das Projekt der Firma Nestlé, das in Afrika Wasser aus Tiefbrunnen gewinnt. Will die heimische Bevölkerung davon etwas haben, muss sie es in Flaschen kaufen. (Dieses Problem hat aber vor allem mit den korrupten Politikern vor Ort zu tun!)

Das Thema Leitungswasser für Restaurant  Gäste hat viele Leserbriefschreiber beschäftigt. Unter anderem kam der Vorschlag: „Wäre ich ein Gastwirt, würde ich mit dem Ausschank von Leitungswasser beginnen und die Nachhaltigkeit meiner Gaststätte bewerben. Das liegt im Trend!“

Beim Mineralwasser sollte man auch nicht vergessen, dass die Allgemeinheit den Preis für die Probleme zahlt: siehe Straßenbau, Stau, Luftverschmutzung durch LKW´s usw. So gesehen ist das Ganze ein ökologischer Irrsinn!

Wenn man es zu Ende denkt, muss man sich auch  fragen was aus den Pet-Flaschen wird nach dem Gebrauch? (25 Cent bekommt man dafür bei der Rückgabe.) Aus etwa einem Viertel werden neue Flaschen hergestellt. Dazu müssen sie geschreddert und eingeschmolzen werden. Die  restlichen drei Viertel  Pet-Flaschen vergrößern unser Müllaufkommen um 450 000 Tonnen Kunststoffabfälle, sagt die NABU Referentin Katharina Istel..


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