Der politische Superstar Justin Trudeau in Schwierigkeiten

Er startete vor vier Jahren als politischer „shooting star“. Doch plötzlich schwimmen ihm buchstäblich die Felle davon. Drei seiner Minister haben ihre Ämter niedergelegt. Es geht um Vorwürfe in einer Schmiergeld Affäre, um mutmaßlich unterdrückte Ermittlungen. Sein Rückhalt in den eigenen Reihen wird immer geringer. In sieben Monaten sind Wahlen in Kanada. Es sieht so aus, als wenn Trudeau nach nur einer Amtsperiode nicht wiedergewählt werden  wird.

Große Hoffnungen setzte man vor vier Jahren auf ihn. Das Land war nach zehn Regierungsjahren unter dem berechnenden konservativen Stephen Harper müde und wünschte sich einen neuen Politik Stil. Auch im Ausland erhoffte man sich ein Gegengewicht zu dem Trampel südlich der kanadischen Grenze.

Justin Trudeau versprach mit seinem Auftreten und seinem unkonventionellen Programm Transparenz und Offenheit. Paritätisch wurden die Ämter in seinen Ministerien besetzt.

Viel hatte er schon ausprobiert in seinem Leben. Als Sohn des angesehenen und beliebten Pierre Trudeau, der als Premierminister von 1968 bis 1984  regierte, wollte er anfänglich gar nichts mit Politik zu tun haben. Er arbeitete als Skilehrer, Schauspieler und Amateur Boxer. Seid einigen Jahren ist er verheiratet und hat 3 Kinder. Seine Ehefrau macht als First Lady eine sehr gute Figur. Die New York Post bezeichnete sie als „heißeste First Lady der Welt“! Auch seine Mutter Margaret, die als First Lady die Wähler mit ihren Ausfügen zu den Rolling Stones nach New York  schockierte, trägt jetzt zu einem positiven Bild der Familie bei.

Schon als Baby wurde Justin eine rosige Zukunft prophezeit. Bei seinem Besuch in Ottawa sagte der damalige USA Präsident Richard Nixon zum Vater Trudeau einen Trinkspruch:                       „Auf den zukünftigen Premierminister Kanadas, auf Justin Trudeau!“

Doch was wird das Wahljahr bringen? Kann Justin, der seine Unschuld bezüglich der Korruptionsvorwürfe beteuert, ein reines Hemd nachweisen?

Große Enttäuschung macht sich auch bei den Indianer Stämmen breit, deren Gebiete immer mehr von dem Abbau wertvoller Rohstoffe bedrängt werden. Ihre Umwelt wird zerstört, ihre Gewässer vergiftet. Wohl auch darum ist die Justizministerin Judy Wilson-Raybould, die aus einem indianischen Volk stammt, zurückgetreten.

Als „liberale Lichtgestalt“ wurde Justin vor vier Jahren bezeichnet. Was ist davon noch übrig geblieben?

 

 


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