Ist das Elektroauto zukunftsfähig?

In der Autoindustrie reden alle vom Elektroauto so, als wenn das die Lösung  aller Probleme sei.  Kaum einer spricht davon, dass in den benötigten Batterien  hochgiftige Stoffe enthalten sind, die erst einmal gewonnen  und am Ende entsorgt werden müssen.

So zum Beispiel das Lithium. Es kommt zum größten Teil aus der Atacama Wüste in Chile. Um es aus den Gesteinsschichten zu lösen, werden täglich 21 Millionen Liter Wasser verbraucht. Die so gewonnene Sole wird oberirdisch in riesigen Becken gesammelt und durch die Sonneneinstrahlung getrocknet. Dann wird das Lithium mit hochgiftigen Chemikalien herausgelöst.                                      44 Quadratkilometer ist diese Anlage groß.

Die Anwohner in Chile, Bolivien und Argentinien, wo es über all große Lithium Vorkommen gibt, klagen über den Staub in der Luft, der hoch belastet ist, und die enorme Wasserentnahme. Der Grundwasserspiegel ist überall gesunken. Die Flussläufe trocknen aus. Wiesen und Feuchtgebiete verschwinden. Pflanzen und Vogelarten sterben aus. Die Routen für das Vieh werden unpassierbar.

In den letzten 30 Jahren ist die Verwendung von Lithium um 80% gestiegen. Der Profit kommt nicht der Bevölkerung vor Ort zu gute, sondern geht an Aktionäre, die größten Teils im Ausland leben.

Wenn man sich dieser Probleme bewusst ist, sollte man  schon überlegen, ob der Weg, der jetzt eingeschlagen wird, zu verantworten ist. Müssen wir weiterhin auf Individual Verkehr mit den absehbaren Umweltschäden setzen? Ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr müsste doch auch unseren Politikern als die bessere Lösung einleuchten. Sie reden Sonntags doch alle von Umwelt- und Klimaschutz!!


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