Schüler erfahren wie es sich mit einer Behinderung lebt

Einige 6. Klassen im Wittelbacher Land  stellten sich die Frage, „wie geht es den Rolli Fahrern bei uns?“ Unterstützt von zwei Lehrkräften versuchten sie, sich in ihrer Umgebung mit Rollstühlen fortzubewegen. Das Ergebnis war ziemlich enttäuschend. Zu viele Hindernisse wie Treppen und hohe Bordsteine machen  den Rollstuhlfahrern das Leben schwer. (In der Aula der Schule wurde das Parcour fahren mit und ohne Begleitung geübt.)

Das nächst Projekt war, sich wie Hörgeschädigte in der Fingersprache zu verständigen. Dafür setzten sich die Schülerinnen und Schüler schalldichte Kopfhörer auf, um zu erfahren, wie sich jemand fühlt, der von seiner Umgebung nichts hören kann. Und dann wurde mit dem weißen Blindenstock und verbundenen Augen  geübt,  eine Treppe zu  bewältigen. Das fanden die Kinder doch ziemlich beängstigend!.

Sie machten sich auch Gedanken darüber, woher Behinderung kommt und diskutierten mit ihrer       Biologie Lehrerin. Im Deutschunterricht wurde das Thema „Legasthenie“ erörtert. An ihrer Schule gibt es nach Aussage der Konrektorin 42 Schülerinnen und Schüler, die davon betroffen sind. Das sind 5% der Schulbesucher.

Ein Besuch bei der Lebenshilfe gab den Kindern Einblick in die vielschichtige Problematik der Teilnehmer dieser Einrichtung. Behutsam und praxisnah wurde das Thema Autismus besprochen. Die unterschiedliche Wahrnehmung von Geräuschen, die für Autisten typisch sind, beeindruckte die Schüler sehr.

Im Kino sahen sich die Klassen den Film „Wunder“ an. Da geht es um einen Jungen, der wegen mehrerer Gesichtsoperationen entstellt ist. Als er zum ersten Mal  eine öffentliche Schule besuchte, wird er wegen seines Aussehens gemobbt. Doch die Geschichte nimmt mit Hilfe einer Freundschaft eine gute Wendung.

Bei der Projektwoche geht es den Pädagogen darum, die Kinder zu sensibilisieren und zu Achtsamkeit und Toleranz aber auch zu Demut hinzuführen. Sie sollen erleben, wie dankbar und zufrieden behinderte Menschen oft sind.

Vielleicht wird ihnen auch klar, wie viel Glück sie bisher in ihrem Dasein erleben durften!


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.