Investitionen in Afrika

Wer investiert in den Ländern Afrikas? Das ist in erster Linie China. Es sichert sich dort Rohstoffe und Land. – Bundesentwicklungsminister Gerd Müller warnt, dass Deutschland sich mehr engagieren soll und nicht das Feld den Chinesen überlassen darf.

Zur Zeit macht Müller einen Besuch in Ghana. Dort fand der deutsch-afrikanische Wirtschaftsgipfel statt. Die Nähe Afrikas zu Europa prädestiniert es eigentlich dafür, aus der EU Knowhow und Finanzen zu erhalten.  In den kommenden 10 Jahren wird dort so viel gebaut werden, wie in den letzten 100 Jahren in Europa. Die am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften sind dort angesiedelt.

Äthiopien, Ghana, Tunesien erhalten von uns  Unterstützung, wenn sie z.B. die Staatsverwaltung verbessern und eine Anti-Korruptions Behörde schaffen. Diese Initiativen sind der Schlüssel für die Entwicklung. Wer sich nicht in dieser Richtung bemüht, erhält auch keine Unterstützung aus Deutschland.

Besonders gut steht inzwischen Ghana da, und bekommt nun Hilfe für nachhaltige Privatinvestitionen. Es gibt vorrangig für Berufsbildung, moderne Steuerverwaltung sowie erneuerbare Energien Unterstützung. Im Land wurde auch die Stromversorgung wesentlich verbessert. Investitionen in Ghana sind zu empfehlen, sagt Entwicklungsminister Müller. Deutsche Mittelständler können zinsgünstige Darlehen erhalten, auch ist die Beratung vor Ort ausgebaut worden. Kontakte gibt es Accra, Lagos und Nairobi. Auch die Hermesbürgschaften für Afrika wurden ausgeweitet.

Das alles spielt natürlich auch bei der Fluchtursachenbekämpfung eine wichtige Rolle. Man rechnet damit, dass die Bevölkerung Afrikas sich bis 2050 auf 2,5 Milliarden verdoppeln wird. Für all diese Menschen muss die Infrastruktur geschaffen werden. Sie werden Lebensmittel, Wasser und Wohnmöglichkeiten brauchen. (Für Geburtenkontrolle  gibt es bei der Katholischen Kirche und auch beim Islam zu viele Gegner)

„Wir tun gut daran, in diese Länder zu gehen, unser Wissen unsere Technologie einzubringen und einen fairen Handelsaustausch voranzubringen und in Ausbildung zu investieren. Nur das schafft Arbeitsplätze und Perspektiven im eigenen Land. Da ist auch die EU gefordert, denn Deutschland alleine kann das nicht schultern“ so Müller. Er fordert einen Afrika Komissar, der für eine einheitliche Afrika Politik sorgt. Die finanzielle Unterstützung für den Kontinent müsste verdoppelt werden. Ansonsten verspielt Europa hier eine große Chance!


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