Das Volksbegehren, Ergebnis

Das Ergebnis des Volksbegehrens für Artenschutz in Bayern überraschte sogar die Initiatoren. Offensichtlich sind es sehr viele Menschen müde, dem Insektensterben, dem Verschwinden der Vögel, dem immensen Flächenverbrauch und den hohen Nitratwerten im Trinkwasser zuzuschauen.

In manchen Landkreisen waren es über 20% der Stimmberechtigten, die ihre Unterschrift leisteten. – Selbst der bayerische Umweltminister musste zugeben, dass die Forderung nach einem gesetzlichen Abstand der Landwirtschaft zu den Gewässern berechtigt ist. Alle anderen Bundesländer haben es schon so geregelt, Bayern setzte bisher auf Freiwilligkeit, aber das funktionierte nur mäßig.

Doch die Fronten zwischen den Naturschützern und Landwirten sind erhärtet. Die Äußerungen des BBV Vorsitzenden Herb, zeugen von wenig Bereitschaft  zum Umdenken. Zu lange wurde die Landwirtschaft von der Politik gesteuert und ist nun abhängig von den Subventionen. 70% der EU Gelder werden an diese Gruppe verteilt.

Der geplante „Runde Tisch“ Söders hat eine schwierige Aufgabe vor sich! Alois Glück als Mediator ist sicherlich eine gute Wahl!

Auch die Kommunen werden gefordert sein. Es gibt sehr viele Flächen in Städten und Gemeinden, die man nutzen kann, um Blumenwiesen anzusäen oder Bäume zu pflanzen. Dazu gehört auch eine Baumschutzverordnung, sodass die Vögel eine Heimat haben.

Die Forderung an die Verbraucher ist aber ebenso berechtigt. Es  hilft der Umwelt nicht, wenn man beim Einkauf das billigste Fleisch wählt. Damit fördert man die Massentierhaltung. Man sollte sich fragen, ob Fleisch täglich verkonsumiert werden muss, oder ob es 2 bis 3 mal  wöchentlich ausreicht und dafür vom Metzger stammt, der beim Öko-Bauern kauft!?

Söders Plan scheint zu sein, einen eigenen Gesetzentwurf zum Artensterben zu schreiben, den auch die Initiatoren des Volksbegehrens akzeptieren können.


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