Die Problematik der Kirchensteuer

Wie fühlen sich wohl Menschen, die jahrzehntelang treu und brav ihre Kirchensteuer entrichtet haben und nun von dem Sumpf in der Katholischen Kirche überrollt werden? Viele können einfach nicht mehr glauben, viele treten auf Grund der furchtbaren Tatsachen aus der Kirche aus. Wie war es möglich, dass unter den Talaren eine solche Handlungsweise schlummerte?

Die Kirche muss sich wandeln, wird gefordert. Im Moment ist sie mehr ein Wirtschaftskonzern als eine Gemeinschaft im Glauben mit schrecklichen Auswüchsen. Neben den Mißbrauchsfällen gibt es Veruntreuung und Verschwendung von Geld. Gleichzeitig werden Mitarbeiter tyrannisiert und entlassen, wenn sie in „wilder Ehe“ zusammen leben oder geschieden sind.Beim Personal wird an Gehältern gespart, während die Kirchenfürsten hohe Einkommen beziehen.

Ein Lichtblick ist für manche Gläubige die Enzyklika des Papstes  Franziskus „Laudato SI“. Er formuliert ganz klar, was er von der Kirche erwartet. Aber es geht ihm nicht nur um seine Gemeinden und deren Hirten. Nein, er streckt die Hand aus zu den anderen Religionen. Sein Wunsch, für Frieden in der Welt zu sorgen, ist überwältigend. Dabei geht es ihm nicht nur um Frieden zwischen den Menschen, sondern auch um Frieden mit der Erde, unserem Planeten.

Wer Gelegenheit hat, den Film von Wim Wenders „Ein Mann seines Wortes“ zu sehen, wird beeindruckt sein von der Intensität, mit der der Papst seine Gedanken zu wichtigen Themen und globalen Herausforderungen formuliert. Dieser Film ist wie ein Gespräch zwischen ihm und der Welt. Er fordert soziale Gerechtigkeit, nur dann können wir auch Umweltprobleme lösen. Und er fordert eine arme Kirche. Nur dann kann sie überzeugen.

Dafür wären Reformen innerhalb der Kirche notwendig. Die durchzusetzen wird viel Kraft und Geduld erfordern. Wir können nur hoffen, dass er das schafft!


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