Das Volksbegehren für mehr Artenschutz geht uns alle an!

Die Eintragsfrist für das Volksbegehren „Artenvielfalt- Rettet die Bienen“ hat begonnen und läuft bis zum 13. Februar. Die Resonanz in der Bevölkerung ist sehr groß! An manchen Rathäusern bildeten sich am ersten Tag lange Schlangen. Vielen Bürgern ist klar, dass mit dem Aussterben der Bienen und anderer Insekten die Menschen sich weiter auf eine Katastrophe zu bewegen, die man sich nicht vorstellen mag oder kann. Schon in den 60 ziger Jahren veröffentlichte Rachel Carson ein Buch mit dem Titel „Der stumme Frühling“, das beschreibt, was uns bevorsteht, wenn wir weiter so wirtschaften. Heute finden wir kaum noch Kiebitze oder Lerchen in der ausgeräumten Landschaft. So geht „Heimat“ immer mehr verloren!

Der Bayerische Bauernverband protestiert laut und sagt: „wir tun auf freiwilliger Basis sehr viel für die Natur!“ und verteilt Samen für Blühflächen. Man muss aber nur bei einem Spaziergang entlang der Gewässer einmal schauen, wie freiwillig sie einen Abstand mit Ackergeräten und Dünger halten. In allen anderen Bundesländern ist dieser Abstand gesetzlich geregelt, nur nicht in Bayern. Dadurch wird nicht nur das Fließgewässer sondern auch das Grundwasser gefährdet.                    Warum bleiben Traktoren immer wieder in den Bibergängen stecken? Weil diese Tiere  an den Gewässern aktiv sind. Bei einem Abstand von 5 Metern würde  kein  Fahrzeug einbrechen.

Darum ist die wohl wichtigste Forderung des Volksbegehrens, ein Gesetz zum Gewässerabstand zu schaffen. Fünf Meter auf beiden Seiten würden Blühflächen entstehen lassen, die Schmetterlingen, Grillen, Wildbienen und anderen Insekten Überlebenschancen schaffen. Auch die Vogelwelt könnte besser überleben!

Eine weitere wichtige Forderung ist, den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden zu verringern. Auch braucht die Tierwelt Hecken und Bäume als Schutz. In der ausgeräumten Landschaft findet man sie kaum noch.

Die Bauern wollen den schwarzen Peter nicht auf sich sitzen lassen  und zeigen mit dem Finger auf  die Verbraucher. Wenn die mehr Bioprodukte kaufen würden, sähe es in der Landschaft anders aus. Doch billige Fleischangebote aus der Massentierhaltung locken mit ihrer Werbung!

Es gibt einen sehr wichtigen Unterstützer all dieser Forderungen: In seiner „Enzyklika LAUDATO SI“  auf Seite 28 sagt Papst Franziskus: „Der Verlust von Wildnissen und Wäldern bringt zugleich den Verlust von Arten mit sich, die in Zukunft äußerst wichtige Ressourcen darstellen könnten, nicht nur für die Ernährung sondern auch für die Heilung von Krankheiten und für vielfältige Dienste.“

Das Volksbegehren ist ein wichtiger Schritt, um wieder mehr Artenvielfalt in unserer Heimat zu schaffen.- Die Öffnungszeiten für die Eintragung in den Rathäuser findet man auf der Internetseite der Städte und Gemeinden. Oft ist das auch am Samstag, dem 9.Februar möglich. Wichtig ist es, seinen Personalausweis mitzubringen!

Eine Million Unterschriften sind notwendig, damit der Landtag ein neues Gesetz erlässt, das die Forderungen des Volksbegehrens erfüllt..


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