Schüler streiken für das Klima

Der Streik vieler Schülerinnen und Schüler, die Freitags Vormittags der Schule fernbleiben, erregt die Gemüter.

Die Schüler fragen sich, „warum soll ich für die Zukunft lernen, wenn die Zukunft so gefährdet ist?“ Darum gehen sie auf die Straße.

Ein Schulleiter in Kempten hat dazu eine gute Lösung gefunden. Er gestattet seinen Schülern am Freitag nach München zu fahren, um vor dem Rathaus zu demonstrieren. Aber in der nächsten Woche wird es in seiner Schule eine Diskussionsrunde geben. Die Teilnehmer des Streiks sollen auf die Frage antworten, was sie persönlich tun, um den Klimawandel zu verhindern.

Auch für Schüler gibt es viele Möglichkeiten: Zum Beispiel mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule zu kommen anstatt mit dem SUV der Eltern. Oder Plastik vermeiden und Recycling Papier verwenden. Auch die Frage, „wo kauft ihr eure Snacks und Imbisse und in welcher Verpackung?“ könnte beantwortet werden. Ganz kritisch wird es beim Handy und der Spielkonsole. – Die Rechenzentren, die dafür benötigt werden, verbrauchen viel Strom für ihre Kühlung. – Diese Diskussion sollte in den Schulen geführt werden!

Die junge Schwedin Greta Thumberg hat mit ihrem Aufruf an die Politiker in Kattowitz  viel Aufsehen erregt. Sie steht Freitags regelmäßig vor dem schwedischen Parlament in Stockholm, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Immer mehr junge Leute gesellen sich zu ihr. Sie werfen den Politikern vor, bei ihren Entscheidungen nicht an die Zukunft der Jugend zu denken!

Die Eltern der streikenden Kinder sind ja eigentlich neben den Politikern die Angesprochenen. Sie könnten weit mehr gegen den Klimawandel tun als ihre Sprösslinge!

Doch da gibt es immer viele Gegenargumente, so gerade jetzt bei der Diskussion um das Tempolimit auf der Autobahn oder dem Ausstieg aus der Kohleverstromung.

Zum Wirtschaftsgipfel in Davos hat sich Greta Thumberg mit dem Zug von Stockholm aus auf den Weg gemacht. 1 ½ Tage hat sie dafür gebraucht. Eine Flugreise lehnt sie aus Klimaschutzgründen ab.

Auch in Davos will sie die Mächtigen der Wirtschaft an ihre Verantwortung für unseren Planeten Erde erinnern!

Viele Leserbriefe beschäftigen sich mit dem  „Friday for Future“. Fast alle Briefeschreiber sehen die Aktion der Schülerinnen und Schüler positiv. Zu lange hieß es, die Jugend interessiert sich nicht für Politik oder Umweltschutz. Doch das scheint sich gerade zu ändern!


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