Das Diesel Urteil

Das Augsburger Landgericht fällte zum zweiten Mal ein Aufsehen erregendes Urteil: VW soll den vollen Kaufpreis eines 2011 gekauften Golf Plus TDI 1,6 bezahlen!                                                   Die eingebaute Manipulationssoftware veranlasste den Besitzer, gegen die Firma zu klagen, und die Richter gaben ihm Recht.                                                                                                                 Wie diesem Fahrer eines VW Diesel geht es vielen Autokäufern. Sie fragen sich, warum in den USA die Besitzer dieser Fahrzeuge entschädigt werden und bei uns in Deutschland nicht. Ja, es gibt unterschiedliche Gesetze, und in Amerika schützt man eben die Verbraucher besser!                  Seit kurzem gibt es jetzt für die Geschädigten die Möglichkeit, sich an einer Sammelklage zu beteiligen. Dadurch werden die Gerichte entlastet, denn die  bundesweit tausende zählenden Klagen behandeln doch alle denselben Tatbestand; den des Betrugs! Die Aktenberge türmen sich auf den Schreibtischen der Richter.                                                                                                      Doch was passiert nach dem Augsburger Urteil? VW legt Berufung vor dem Münchner Oberlandesgericht ein! Der VW Diesel Besitzer hat sich zu früh gefreut!- Die Richter hatten VW dazu verdonnert, den vollen Kaufpreis ohne Nutzungsentschädigung zu erstatten.

Der ADAC hat eine Übersicht darüber erstellt, wie die Gerichte entscheiden. Es gibt große Unterschiede. Auf der Liste stehen 1100 Gerichtsentscheide. Meistens ist das Urteil positiv für den Kunden.

VW schildert die Situation etwas anders und behauptet, die Klagen seien „überwiegend erfolglos“. Bei 11700 Urteilen, 18 davon vor Oberlandesgerichten, seien „allesamt im Sinne von Volkswagen bzw. im Sinne der Händler entschieden worden“! Der Konzern ist der Ansicht, dass es keine Rechtsgrundlage für die Klagen der Kunden gäbe; weder hätten sie Verluste noch Schäden erlitten!

Leider gibt es auch noch kein Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofes, das als Richtschnur gelten könnte. Man fragt sich, warum es in einem so brisanten Fall so lange damit dauert!!

Vor dem Oberlandesgericht Braunschweig gibt es eine Musterfeststellungsklage, der sich 300 000 VW Besitzer angeschlossen haben.


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