Der Einfluss der Türkei auf den Islam in Deutschland

Anfang Januar trafen sich in der Kölner Ditib Moschee Teilnehmer aus 17 Ländern, um zu diskutieren, wie die Türkei die Muslime enger an sich binden kann.

Da sollten in Deutschland alle Alarmglocken schrillen, denn die Ditib Brüderschaft vertritt Positionen, die nicht mit unserer Verfassung vereinbar sind.

Die Grüne Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz warnt vor den Plänen Erdogans: „Die Türkei versucht Abhängigkeiten der hiesigen türkisch-stämmigen Bevölkerung zu verfestigen. Das schadet der Integration dieser Menschen.“ Ihrer Ansicht nach geht es Erdogan darum, als Wortführer der islamischen ‚Welt wahrgenommen  zu werden. Sein Vorbild ist das Osmanische Reich.

Die Kölner Bürgermeisterin Henriette Reker wirft Ditib vor, mit Geheimniskrämerei die versprochene Öffnung des Verbandes ad absurdum zu führen.                                                              Auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann ist „alarmiert“. Er fordert mehr Aufmerksamkeit von Seiten des Staates.

Schon immer werden Imame, die an den Ditib Moscheen tätig sind, in der Türkei ausgebildet. Nur wenige von ihnen sprechen deutsch. Sie unterrichten Kinder in der muslimischen Religion. Damit ist eine Kontrolle deutscher Behörden kaum möglich. – Vielleicht kann man mit dieser Tatsache auch begründen, dass die 3. Generation der türkisch-stämmigen Bürger eine starke Tendenz aufweist, Erdogan auch bei Wahlen zu unterstützen!?

Endlich hat der Bund reagiert, und für 2019 alle Förderzahlungen an den Verband gestoppt. Von Politikern und Behörden wird eine Satzungsänderung beim Verband gefordert und eine garantierte Unabhängigkeit vom türkischen Staat.                                                                                                   Doch der Präsident des türkischen Religionsamtes, Ali Erbas meint: „Eine Einschränkung des Islam wie deutscher oder europäischer Islam steht im Widerspruch zur Universität des Islam, der alle Orte und Epochen zugleich erleuchtet.“Er ist ein absoluter Gegner der, an deutschen Universitäten geführten Diskussion über einen europäischen Islam.

Eine Abnabelung des Ditib von Ankara ist nicht zu erwarten. Bei der geheimen Wahl des neuen Vorstandes entschied man sich wieder für zwei altgediente Staatsbeamte.                                            Auch in die Treibjagd gegen den in Amerika lebenden Prediger Gülen ist Ditib verwickelt. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen sieben ihrer Geistlichen wegen Spionage. – In Österreich wurden sieben türkische Moscheen geschlossen, und es gab Ermittlungen gegen Imame, die ihr Gehalt aus der Türkei beziehen.

Vielleicht sollte auch Deutschland sich intensiver um dieses Problem kümmern.


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