Die Energieversorgung von morgen

Ehrgeizige Pläne hat die MAN. Das A und O bei den alternativen Energien seien die Speicherkapazitäten. Darum werden von der Firma Großbatterien produziert, die die Größe  eines Schiffscontainers haben.

Es ist ein Unding, so der Vorstandschef Uwe Lauber, dass an der Nordsee mit Windkraft Energie erzeugt wird, die nicht eingespeist werden kann, weil es keine Leitungen gibt. Könnte man sie speichern, wäre das Problem gelöst, und daran arbeitet man in Augsburg.

Aber es gibt noch andere Pläne bei der Firma: Wenn Wind und Sonne Pause machen sollen Gasmotoren eingesetzt werden. Know How kommt dafür von einem kanadischen Unternehmen. Auch lässt sich aus überschüssigem Strom Methangas erzeugen das ins Gasnetz eingespeist wird.

Auf der Nordseeinsel Pellworm versuchte man die Energieversorgung ganz auf Sonne, Wind und Batteriespeicher umzustellen. Die Insel wollte autark den Bedarf zu decken. Doch am Ende fehlten 3% daran. Diese Erkenntnis hat bei MAN den Anlass gegeben, sich mit anderen Möglichkeiten zu befassen.

Bisher war die Firma dafür bekannt, große Dieselmotoren für Schiffe herzustellen. Jetzt geben sie sich den Titel: „Energy Solutions“.Der Markt schreit nach Lösungen, ist die Erkenntnis. Zunehmend wird von Unternehmen verlangt, Strom und Wärmeerzeugung mit wenig CO2 Ausstoß einzusetzen. Dazu bedarf es auch einer intelligenten Steuerung. Wenn die Energie aus Wind und Sonne nicht ausreicht, muss zum Beispiel ein gasbetriebenes Kraftwerk hinzugeschaltet werden, so die Fachleute der Firma.

Auf dem Werksgelände in Augsburg sorgt man für eine höhere Eigenversorgung. Der Bedarf für die Produktion ist sehr hoch, etwa so wie für eine Kleinstadt. Zu dem jetzt betriebenen Gaskraftwerk sollen zwei Batterie -Container und eine  Photovoltaik Anlage kommen.

Komplette Energielösungen will die MAN auf den Markt bringen. Viele Großbetriebe und Kommunen brauchen solche Antworten.


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