Schoko Weihnachtsmänner aus Fairem Handel?

Viele Schokoladen Hersteller machen sich Gedanken um die Herkunft ihres Rohstoffes Kakaobohne.  Ein Umdenken auch beim Anbau scheint sich durchzusetzen.                                                   Die Firma Ritter Sport, deren Umsatz bundesweit ein Viertel des Verkaufs beträgt, bemüht sich, Schokolade direkt von den Kakao Anbauern zu. beziehen. Bei den Zwischenhändlern gibt es nämlich Spekulanten, die die Preise in die Höhe treiben. Doch von diesen Preiserhöhungen haben die Bauern nichts.  Darum schickt Ritter Sport seine Mitarbeiter in die Anbaugebiete nach Afrika und Südamerika. Sie bemühen sich auch darum, Kinderarbeit zu verhindern!

Die Schweizer Firma Lindt & Springli, wie auch das Unternehmen Milka arbeiten an einem Zertifikat für ihre Produkte; und Rübezahl, der jährlich 50 Millionen Schoko Weihnachtsmänner produziert, will im kommenden Jahr zu 100% auf zertifizierten Kakao umsteigen.

Die Frage stellt sich, ob die Zertifikate, z.B. das Fair Trade Siegel oder das Emblem der Stiftung Lutz halten, was sie versprechen?                                                                                                           Das Südwind Institut meint dazu: „Der weitaus größte Teil stammt nicht aus nachhaltigen Quellen.“                                                                                                                                                Fair Trade nennt die Situation der Kakaobauern  „sehr prekär“. An der Elfenbeinküste lag das Einkommen der Haushalte, woher Fair Trade seine Ware bezieht, unterhalb der absoluten Armutsgrenze. Das Problem ist, dass der Preis vom Weltmarkt bestimmt wird. In den letzten zwei Jahren ist dieser von $ 3000 je Tonne auf  $ 2200 gefallen. Dieses Geld fehlt den Bauern. Darum zahlt Fair Trade einen Mindestpreis , um sie abzusichern. Dazu gibt es für Kooperative Prämien. Auch die Firma Lutz macht Extra Zahlungen zusätzlich zum Weltmarktpreis.

Doch die Strukturprobleme in den Anbauländern kann man so nicht lösen. Das ist Aufgabe der dortigen Politiker.                                                                                                                             Was können wir als Verbraucher tun?  Natürlich können wir auf das Siegel achten. Damit ist wenigstens etwas geholfen.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.