Rettungskräfte, Polizisten und Sanitäter in Schwierigkeiten wegen mangelndem Respekt

Es fehlt an Respekt in unserer Gesellschaft, hört man heute von vielen Seiten. Polizisten und Sanitäter werden angegriffen und an der Ausübung ihrer Aufgaben gehindert. In den Schulen wird es immer schwieriger, für einen guten Umgang miteinander zu sorgen!

Die älteren Semester unter uns erzählen dann, „ zu unserer Zeit waren Lehrer und Priester Respektspersonen. Berichtete ein Lehrer den Eltern von Schwierigkeiten mit ihrem Zögling, gab es auch zu Hause Zoff.“

Heute überlegen die Lehrkräfte sehr genau, was sie in eine Beurteilung schreiben und wie sie ein Gespräch mit den Eltern führen. Allzu oft wird das Verhalten des Sprösslings verteidigt, auch wenn es unberechtigt ist.

Dramatisch ist jedoch die Situation für Sanitäter und Polizisten. Sie werden häufig daran gehindert, zu Verletzten vorzudringen. (siehe Rettungsgasse) Auch passiert es immer wieder, dass sie von Pöblern, Betrunkenen oder renitenten Patienten angegriffen werden .

In Augsburg wurde jetzt ein Kurs gestartet, der den Rettungskräften zeigt, wie sie sich verteidigen können. „Gemeinsam gegen Gewalt“ heißt es da. Teilnehmer sind Aktive der Malteser, des Roten Kreuzes und der DLRG. Sie lernen schon im Vorfeld zu erkennen, wo mit einem Angriff zu rechnen ist. Kritische Situationen treten oft bei Verkehrsunfällen auf. Da kann es passieren, dass die Kontrahenten aufeinander losgehen. Sie dann zu trennen, ohne selber Schaden zu nehmen, ist eine schwierige Aufgabe.

Der Trainer des Kurses, Florian Brandhuber ist Spezialist für Selbstverteidigung im Rettungsdienst. Er leitet auch die Post SV Jiu Jitsu Abteilung und trainiert im Polizeisportverein Judo. Auch die Betreuung von Angehörigen nach einem Unfall erfordert großes Fingerspitzen Gefühl. Wichtig sei der Einsatz der Stimme, so der Kursleiter. Sie kann oft bei der Eskalation einer Situation einen Angreifer mit einem lauten, selbstbewussten „Nein“ stoppen.

In drei Stufen werden die eingeübten Reaktionen eingeteilt:

1.Prävention, 2.Selbstbehauptung, 3.Selbstverteidigung

Es ist auf der einen Seite gut, dass es dieses Training gibt, auf der anderen Seite aber traurig, dass es notwendig ist!


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