Cannabis Legalisierung in Kanada

Seit dieser Woche können in Kanada Erwachsene Marihuana kaufen. In seinem Wahlkampf 2015 hatte Justin Trudeau, der junge dynamische Premier, das versprochen.

Da Kanada große Zeitzonen Unterschiede hat, war es zuerst in Neufundland soweit. In der Nacht vor dem ersten Verkaufstag bildeten sich schon um 11.30 Uhr lange Schlangen vor dem Laden des kanadischen Cannabis Produzenten Tweed (ein Tochterunternehmen von Canopy Growth). Trotz Kälte harrten die Menschen aus. Der Canopy Chef, Bruce Linton, war extra aus Ottawa eingeflogen und überreichte um 0:01 Uhr dem ersten Kunden sein Päckchen Canabis.

Als erstes großes Industrieland legalisiert Kanada den Verkauf von Marihuana als Freizeit Droge. Außer Uruguay haben das bisher nur einige Staaten der USA getan. Aus medizinischen Gründen war es in Kanada aber schon seit 2001 möglich, Cannabis zu verwenden.

Das „recreational marihuana“ wird für sieben bis zehn Dollar das Gramm im Handel verkauft. Mit diesem Angebot wollte man auch den Schwarzmarkt trocken legen. Doch es ist zu befürchten, dass man die Nachfrage auf dem legalen Markt noch nicht decken kann.
Begleitend zu der Legalisierung gab es eine intensive Aufklärungskampagne, um auf die gesundheitlichen Gefahren vor allem für sehr junge Menschen aufmerksam zu machen, denn bei ihnen kann der Konsum zu einer Beeinträchtigung des Gehirns führen.
Nach Angaben der Regierung hatte Kanada bisher den weltweit höchsten Verbrauch an Cannabis. 21% der Jugendlichen und 30% der 20 bis 30 jährigen nutzen es.

Eine besondere Gefahr sieht die Regierung beim Autofahren und weist mit Anzeigen, Zeitungsartikeln, im Rundfunk und Fernsehen auf die Gefahren des Konsums hin. In den vergangenen Monaten wurden auch die Polizisten dafür geschult, Drogenkomsum bei Autofahrern zu erkennen. „Don´t drive high“ heißt der Slogan!

Wie läuft die Diskussion in Deutschland?

Das Bundesverfassungsgericht hat schon 1994 das Suchtpotential von Cannabis als sehr gering eingestuft. Studien belegen, dass Cannabis wesentlich weniger schädlich ist, als Alkohol oder Tabak. Diese in Deutschland legalen Drogen greifen im Gegensatz zu Hanf zahlreiche Organe an!
So kann man die Entscheidung Kanadas als sehr vernünftig bewerten. Vor allem wird die Beschaffungskriminalität durch den legalen Verkauf reduziert. Auch ist auf diese Weise eine Kontrolle der Qualität möglich!


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