Asylhelfer fehlen

In den Medien wird berichtet, dass es immer weniger Asylhelfer gibt, die bei der Integration der Flüchtlinge aktiv sind.
Das hat verschiedene Gründe. Die große Begeisterung und der massive Einsatz von hilfsbereiten Bürgern, die wir 2015 erlebten, konnte natürlich in der Form nicht weiter bestehen. Irgendwann geht auch dem eifrigsten Idealisten die Puste aus.

Aber für viele Asylhelfer gibt es noch andere Gründe mit der Unterstützung der Flüchtlinge aufzuhören. Sie sind einfach enttäuscht von der Bayerischen Asylpolitik.

Zum Beispiel gab es in meiner Kommune einen Arbeitskreis, der sich um Lehrstellen und Arbeitsplätze für Flüchtlinge bemühte. Die Helfer besuchten Firmen und stellten Kontakte her.
Da man sich aber in Bayern nicht an die bundesweit beschlossene
3+2 Regel hält, riskieren die Firmen nicht mehr, Flüchtlinge einzustellen. Diese Regel sollte für die Betriebe und die Auszubildenden sicher stellen, dass drei Lehrjahre und anschließend zwei Berufsjahre abgeschlossen werden.
In Bayern aber hält man sich nicht daran. Darum riskieren viele Firmen es nicht mehr, Flüchtlinge einzustellen. Zu unsicher ist die Situation für die Betriebe. Viel Geld, Geduld und Zeit benötigt so ein junger Bewerber. Aber es kann passieren, dass er plötzlich aus dieser Situation herausgerissen wird, und das Land verlassen muss. Das beklagen auch die IHK und die Handwerkskammer.

Die Asylhelfer sind entmutigt!

Mit dem Rüstzeug einer abgeschlossenen Lehre und zwei Jahren Berufserfahrung, könnte ein Flüchtling, wenn er dann zurückkehrt in sein Heimatland, sich dort eine Zukunft aufbauen. Er könnte auch für andere Arbeit schaffen und so verhindern, dass mehr Menschen sich auf den Weg nach Europa machen!

Auch bei der Unterbringung setzt man in Bayern auf Abschreckung. In den dezentralen Unterkünften werden Menschen in 4 Bett Zimmern untergebracht, während Räume im selben Haus leer stehen. So schürt man Spannungen und Unfrieden auf allen Seiten!


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