Die Gefahren dieses Sommers

Dieser Sommer mit seinem anhaltenden sonnigen Wetter fühlt sich an, als würde er nie mehr zu Ende gehen. Wenn wir auch ab und zu unter der Hitze stöhnen, genießen wir doch die Abende auf der Terrasse oder dem Balkon, oder tagsüber an Gewässern beim Baden.

Doch die Schattenseite dieser Jahreszeit, ist die große Zahl der beim Abkühlen in Flüssen und Seen Ertrunkenen. Im Vergleich zum Vorjahr sind es wesentlich mehr Ertrunkene berichtet die Deutsche Lebensrettungs Gesellschaft (DLRG). Allein in Bayern gab es in dieser Saison bisher 45 Menschen, die ihr Leben verloren.

Analysiert man die einzelnen Situationen, so  zeigt sich, dass viele Menschen ihre Fähigkeiten überschätzen. Auch Alkohol ist häufig im Spiel. Aber es gibt auch immer weniger Menschen, die gute Schwimmer sind. Bei Kindern fehlt es daran, dass sie es nicht gelernt haben. Nur 25 Prozent der Grundschulen in Deutschland haben die Möglichkeit Schwimmunterricht anzubieten, denn jedes zehnte Bad wurde in den letzten Jahren aus Kostengründen geschlossen. Allein in Bayern haben  mehr als 40 Bäder aufgehört.  Da noch dazu häufig der Sportunterricht wegen Lehrermangel ausfällt, lernen zu wenige Kinder, sich im Wasser sicher zu bewegen.

Die DLRG sagt, das Seepferdchen allein würde nicht ausreichen um Sicherheit zu geben. Erst bei der Qualifikation durch das Jugendschwimmabzeichen in Bronze kann man davon ausgehen, dass es sich um einen sicheren Schwimmer oder Schwimmerin handelt. Gefordert werden 200  m Schwimmen und 1,8 m Tauchen von den Kandidaten.

Traurig ist aber auch, dass es vielen Eltern nicht wichtig ist, ob ihr Kind schwimmen kann. Zu oft verlassen sie sich auf Schwimmflügel und ähnliche Hilfsmittel.

In Norddeutschland, wo vermehrt in Flüssen gebadet wird, ist es oft die Strömung, die den Menschen zum Verhängnis wird. An Rhein, Elbe und Weser passieren daher häufig auch Badeunfälle durch sich bildende Strudel! Beim Durchschwimmen eines Flusses hat auch so mancher die Strömung und seine Kräfte überschätzt.

Rettungskräfte, die die Schwimmer beaufsichtigen gibt es an den Seen und Flüssen höchstens am Wochenende, da es nicht viele Ehrenamtliche gibt, die ihre Freizeit regelmäßig zur Verfügung stellen wollen.-( Gäbe es einen angestellten Bademeister, müssten Eintrittspreise verlangt werden.)

Der Sommer soll nach Aussage der Wetterfrösche noch bis in den Oktober dauern. – Da kann man nur hoffen, dass alle Badegäste vorsichtig und besonnen sind!


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