Friedensstadt Augsburg, ein besonderer Tag

Die 6000 Gegendemonstranten, die sich in Augsburg versammelten, machten klare Aussagen gegen die Meinungen der AfD auf deren Parteitag.

Plakate mit Texten wie „Zeig Toleranz“, „Nein zur Hetze gegen Muslime“, „AfD tötet Demokratie“, oder „Oma schickt uns“ und „Die AfD ist nur ein Vogelschiss im Dienste des Kapitals“ und „Knutschen ist wichtiger als Deutschland“, brachten die positive Stimmung der Demonstranten zum Ausdruck.

Eine rechtsradikale Gruppe aus München wurde ausgeschaltet von sie umtanzenden Jugendlichen. Die Polizei (mit 2000 Männern und Frauen anwesend) bemühte sich erfolgreich durch Gespräche zu deeskalieren.

Aggressive Teilnehmer, die die Rede des Bürgermeisters Kurt Gribl durch Werfen von Tomaten, Eiern und leeren Plastikflaschen zu stören versuchten, wurden von friedlichen Demonstranten abgedrängt.
Der Kommentar des Bürgermeisters dazu: „Die Antifa liefert doch genau die Szenen, die die AfD herbeisehnt. – Aber wenn man da das Feld räumt, braucht man keine Veranstaltung mehr durchzuführen und keinen gemeinsamen Nenner suchen. – Aber genau das ist die Aufgabe der Friedensstadt Augsburg!“

Eine Polonaise rund um den Stand der Pegida Gruppe und „Nazi raus“ Rufe sind die Reaktion der Demonstranten auf deren Lautsprecher Ansagen.

Ein Nachspiel gibt es dann noch auf Twitter: Der Bundestags Vizepräsident H.P. Friedrich meint dort: „Wie konnte er (Bürgermeister Gribl) glauben, dass die #Linksfaschisten Demokraten sind?“
Seine Amtskollegin Claudia Roth aus Augsburg sagt dazu: „Friedrich diskreditiert damit nicht nur den Augsburger Bürgermeister, sondern die ganze Stadt!“

Sie zollt Gribl hohen Respekt für seinen mutigen Auftritt. Ihrer Meinung nach waren die Demonstrationen bunt und friedlich, bis auf etwa 15 Leute, die sich inakzeptabel und bescheuert verhielten.
Ihrem Kollegen Friedrich rät sie, er solle sich lieber mit der Hetze der AfD gegen Angela Merkel auseinander setzen und dafür sorgen, dass sein Landesgruppenchef A. Dobrindt rhetorisch abrüstet!
Auch aus der CSU kommt Kritik an Friedrichs Twitter Beitrag. Der Bundestagsabgeordnete Volker Ulrich findet dessen Äußerungen „zu undifferenziert und pauschal“.

Die Polizei ermittelt gegen die Aggressoren bei der Rede des Bürgermeisters wegen versuchter Körperverletzung. Ein Lob hat sie für die umstehenden Demonstranten, die die Werfer schnell isoliert und behindert hatten.


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