Die Schulanfänger und ihre Schultüten

Heute ziehen die Mädchen und Buben wieder stolz mit ihren Schultüten Schulgebäude ein. Viele der Tüten sind selber gebastelt. Inhaltsangaben gibt es zwar nicht, aber sicher sind in erster Linie Leckereien darin. Bei uns sind sie immer rund, so lassen sie sich leichter selber basteln und bekleben. In der früheren DDR waren sie in der Form etwas anders, nämlich sechseckig und sehr viel größer, fast 85 cm unins d damit fast so groß wie der Erstklässler!
Die Geschichte der Schultüte geht weit zurück. 1836 soll die erste aufgetaucht sein. Wohl um ein Kind, das sich vor diesem neuen Lebensabschnitt fürchtete, den Anfang zu versüßen!
In der Bundesrepublik dauerte es bis 1950 ehe sich dieser Brauch bis ins kleinste Dorf durchsetzte.
20 000 Erstklässler haben heute ihren Schulanfang. Das sind eine Menge Schultüten. Ob die Zahnärzte sich sorgen wegen der vielen Süßigkeiten? Ach ja, es sind ja noch die Milchzähne, die sowieso bald herausfallen.

Die Polizei bittet um Rücksichtnahme, denn die Erstklässler sind noch etwas unsicher. Das wird in den nächsten Tagen und Wochen aktuell. Aber am ersten Tag geht ein ganzer Tross mit in die Schule. Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel drängen sich im Gebäude. Heutzutage ist der Schulanfang ein Großereignis, das anschließend noch in einer Gaststätte gefeiert wird.
Für die weiteren Schultage empfiehlt das Kinderhilfswerk, die Kinder zu Fuß gehen zu lassen. Vorausschauende Eltern haben den Weg auch schon probeweise mit den Kindern geübt. Nur so lernen die Sprösslinge das richtige Verhalten im Verkehr. Auf dem Weg können sie viel für ihre Selbständigkeit und ihr Selbstvertrauen lernen. Auf sich und andere aufzupassen sollte eines der Ziele sein. (Als positiven Nebeneffekt nützt das auch dem Klima, wenn das Auto stehen bleibt.)


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