Flüchtlinge (auch) in Amerika

Flüchtlinge strömen nicht nur nach Europa. Auch auf dem amerikanische Kontinent sind viele unterwegs, insbesondere Menschen aus Haiti. Die haitianische Gemeinde in Florida hatte einen enormen Zuwachs nach dem schweren Erdbeben 2010 auf der karibischen Insel. Die Lebensbedingungen, die vorher schon sehr schlecht waren, wurden unerträglich. Die vielen internationalen Hilfsgelder verschwanden in undurchsichtigen, korrupten Kanälen und kaum etwas erreichte die notleidende Bevölkerung. Auch vor dem Erbeben verließen schon viele Haitianer ihre Heimat, weil sie mit dem Castro Regime Probleme hatten, und siedelten sich in Florida an.
Auf unsicheren Booten machten sie sich dorthin auf den Weg, wo sie unter dem Schutz der USA leben konnten.

Doch durch die Trump Regierung wurden Äußerungen veröffentlicht, die sie verunsicherten. Im Januar 2018 läuft der besondere Schutz Status für Haitianer aus. Dazu kamen falsche Informationen in den sozialen Netzwerken über die Bereitschaft Kanadas, haitianische Flüchtlinge aufzunehmen. Auch machte wohl Premier Minister Justin Trudeau einen Fehler, als er über Twitter mitteilte, dass Kanada Menschen, die vor Verfolgung fliehen, willkommen heißt.
Inzwischen kommen wöchentlich 150 bis 250 Asylbewerber nach Quebec und Ontario. Die Grenzkontrollen sind überfordert. Mehr Personal muss eingestellt werden.In Montreal fand ein Meeting statt bei dem die Lage besprochen und nach Lösungen gesucht wurde.

Aber die Zukunft scheint noch mehr Flüchtlinge ins Land zu bringen.
Im März 2018 läuft der Schutzstatus für Bürger aus El Salvador aus. Ob die US Administration diesen verlängern wird, ist zweifelhaft. Auch die Menschen aus Honduras, von denen 86 000 in den letzten Jahren Schutz im Lande fanden, bangen darum, bleiben zu können. Sonst könnten auch sie sich auf den Weg nach Norden machen.
Inzwischen gibt es Anzeigen und Telefonnummern von potenziellen Schleppern.
Wie die Trump Administration entscheiden wird, ist wie immer unberechenbar!


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