Muslime und der Terror

„Muslime und Freunde gegen Gewalt und Terror“ hieß der von Lamya Kaddor und Tarek Mohamad organisierte Kölner Friedensmarsch. Eine große Anzahl von Menschen aus allen Lebensbereichen folgte diesem Aufruf. Nicht aber die Mitglieder der Ditib Gemeinden, des türkisch-deutschen Dachverbandes. Etwa 70 000 Gläubige zählen sie zu ihren Gemeinden. Aber die Organisation verweigerte die Teilnahme mit der fadenscheinigen Begründung, während des Ramadan wollten sie niemanden auf die Strasse schicken. Diese Fastenzeit hält aber niemanden davon ab zur Arbeit zu gehen oder Sport zu treiben, so das Gegenargument der Organisatoren.

Die große Chance, der Welt zu zeigen, dass der Islam eine friedliche Religion ist und sich ganz klar gegen Terroranschläge und die Greueltaten des IS ausspricht wurde so vertan.
Nach den vielen Anschlägen in England, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland wartete die Bevölkerung auf ein Zeichen aus den muslimischen Gemeinden. So sah das auch die Psychologin Lamya Kaddar.
„Die meisten Opfer des Terrorismus sind nicht Europäer, sondern Muslime in Syrien, Irak und Afganistan“ erklärt sie. Ein Grund mehr um Flagge zu zeigen.

Bei den Demonstrationen für Erdogan waren sehr viele Menschen auf der Strasse!- So gesehen muss man sich nicht über die Enttäuschung in der deutschen Bevölkerung wundern. Die Muslime in Österreich haben sich da mutiger gezeigt.

Es ist notwendig, dass sich die Gläubigen im Islam inhaltlich mit den radikalen, Demokratie feindlichen Elementen in ihrer Gemeinschaft auseinander setzen. Die Tatsache, dass die Imame der Ditib von der Türkei bezahlt werden und in der Mosche türkisch predigen macht die Situation besonders prekär. Das wurde viel zu lange geduldet!


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