Dieselautos und das Fahrverbot

Trotz der Krise um die Dieselfahrzeuge gibt es viele Verbraucher, Produzenten und Politiker die auf diese Technik setzen. Einer davon ist Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Er sagt von sich, er sei ein Dieselfan. Aber er hofft auf wirksame Nachrüstungen der Automobilindustrie. Ein Fahrverbot in Stuttgart, wie es durch die hohe Luftverschmutzung notwendig sein könnte, möchte er vermeiden.

Die von der EU vorgegebenen Grenzwerte sind streng und führen bei Nichteinhaltung zu hohen Strafen. Das möchte man in Stuttgart natürlich vermeiden. Deshalb hat man für das Jahr 2018 beschlossen, ein Fahrverbot bei hoher Luftverschmutzung auszusprechen.
Der Feinstaub, der besonders durch die Abgase der Dieselautos entsteht, hat in Deutschland nach Angaben des Umweltbundesamtes jährlich 46 000 Todesopfer gefordert. Stickstoffdioxid gefährdet die Lunge und die Atemwege. Über die Anzahl der vor allem an Asthma Erkrankten gibt es keine genauen Daten.

China, das mit extremer Luftverschmutzung zu kämpfen hat, stellt Forderungen an die deutschen Hersteller der Dieselfahrzeuge. Die Proteste in der Bevölkerung gegen den krank machenden Smog im Reich der Mitte werden lauter und zwingen die Politiker zum Handeln. Sie fordern die Automobilhersteller auf, schneller auf die Produktion von Elektroautos umzusteigen.
Angestrengt arbeitet man in China daran, die benötigten Produkte selber herzustellen. Das hat bei Audi schon zu einem Absatz Minus 7% im Vergleich zum Vorjahr geführt. Die Regierung in Peking hat das Ziel, China zu einer führenden Industrie Nation zu machen. Auf dem Solar Sektor sind sie schon sehr erfolgreich. Das hat für einige deutsche Hersteller den Konkurs bedeutet. Mit den billigen Produkten aus dem Osten konnten die nicht konkurrieren.

Trotz dieser Schwierigkeiten drängen viele deutsche Firmen auf den chinesischen Markt. – Mit 15 Mill. Euro Handelsvolumen ist China nach den USA der zweit größte Wirtschaftspartner Bayerns.


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