Der Islam und Deutschland, nach Christian Wulff

In einem kürzlichen Interview äußerte sich der frühere Bundespräsident, Christian Wulff, zu seinem berühmten Satz: „Der Islam gehört zu Deutschland“ folgender Maßen: „Gerade heute würde ich ihn wiederholen, denn der Geist, den Sarrazin mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ schuf, sei noch nicht wieder in die Flasche zurück.

Eine rassistische Verunglimpfung von Minderheiten gibt es in Deutschland; auf der politischen Rechten ebenso wie auf der Linken. Bestrebungen sich abzuschotten und Grenzen zu errichten werden an den Stammtischen diskutiert. Wulff findet es wichtig auf andere Kulturen zu zugehen. Er bereist die arabisch-islamische Welt und sucht dort überall den Dialog mit den Menschen und ihren Religionen.Reden wie von Björn Höcke gehalten, dürften nicht zugelassen werden, das sind wir Deutschen uns und unserer Vergangenheit schuldig. Wir gefährden mit solchem Verhalten unsere Demokratie. Die Diskussionen um die „Leitkultur“ hätten zu Ende geführt werden müssen. Die ist ja im Grundgesetz verankert, die jedem Bürger Religionsfreiheit garantiert, meint Wulff. Er möchte, dass Flüchtlingen offen begegnet wird, dass aber auch Forderungen an sie gestellt werden müssen. Unsere Kultur ist christlich-jüdisch geprägt, das sollen auch die neuen Mitbürger akzeptieren, so seine Aussage. Doch mit Ausgrenzung und Feindseligkeit wird man keinen Erfolg bei der gewünschten Integration haben. Wulf hält ein Einwanderungsgesetz, wie es in Kanada, Australien und Neuseeland praktiziert wird, für notwendig.

Leider hat sich Bayern bei der 3 plus 2 Regel, die bundesweit gelten sollte, für einen anderen Weg entschieden. Eigentlich sollte Flüchtlingen gewährt werden, eine 3 jährige Lehre zu beenden und dann noch 2 Jahre in ihrem erlernten Beruf zu arbeiten. Doch in Bayern dürfen sie auch aus dieser Situation herausgerissen und abgeschoben werden. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung und Berufserfahrung könnten sie in ihrem Heimatland mithelfen, Flucht Ursachen zu verringern.
Auch die IHK warnt vor diese Politik. Die Betriebe, die ja dringend Fachkräfte brauchen, riskieren es nicht mehr, Flüchtlinge ein zu stellen. Sie brauchen Planungssicherheit für diese Investition von Zeit und Geld!


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.