Prof. H. Lesch bei „Quer durch die Woche“

Ein Highlight in dieser Woche war im Bayerischen Fernsehen die Sendung „Quer durch die Woche“ mit Christoph Süß. Sein Gast war der Physiker Harald Lesch. Zusammen nahmen beide einen Blick auf unsere Welt und ihre mögliche Zukunft, besonders die Europas.
Dieser Kontinent hat die besten Lebensbedingungen. Leider vergessen wir in unserem regionalen Klein-Klein wie wichtig es ist, die Einheit Europas zu erhalten. Die Unzufriedenheit mit der EU, die sich breit gemacht hat, ist vor allem wirtschaftlich begründet.

Unzufriedenheit mit EU Harald Lesch bei Quer durch die WocheDie Bevölkerung hat das berechtigte Gefühl, dass unsere Politik von den Lobyisten der Wirtschaft gesteuert wird. Dem können wir nur eins entgegensetzen: Uns engagieren und bei den Wahlen die richtigen Entscheidungen treffen. Der große Block der Nichtwähler (fast ein Drittel der Wähler), muss sich darüber klar werden, dass er sich, unserer Demokratie und Europa einen Bärendienst erweist.“Europa ist unsere Zukunft“ so Professor Lesch „wir haben sonst keine!“ Auch Joschka Fischer formulierte ähnlich, wenn er von den langen Sitzungen genervt war. Es sei besser, in stundenlangen Sitzungen zu diskutieren, als aufeinander zu schießen, wie es früher in Europa üblich war.

Zum Thema Flüchtlinge: die Tatsache, dass nach Afrika Produkte exportiert werden, die die lokalen Märkte zerstören, und dass unsere großen Fischfangflotten vor der afrikanischen Küste das Meer leer fischen, führt zu mehr Flüchtlingen in Europa. Nur mit Entwicklungsprogrammen vor Ort ist dieser Trend umkehrbar.
In unseren Konzernen haben die führenden Köpfe verlernt, soziale Verantwortung zu übernehmen. Sie sind damit beschäftigt, ihre Aktionäre bei Laune zu halten. Die kaufmännische Ethik, die vor langer Zeit einmal deutsche Unternehmer auszeichnete, ist verflogen. Es gibt nur noch betriebswirtschaftliches Denken! Eine Firma, die Arbeitsplätze durch Roboter ersetzt, müsste nach Meinung Prof. Leschs eine Maschinensteuer zahlen! Er konstatiert, dass die Armut im Lande steigt und der Reichtum wächst.

Immer wieder wurde im Gespräch darauf hingewiesen, dass in unserem Grundgesetz steht: „Eigentum verpflichtet“.Für die Umsetzung dieses Paragraphen wären unsere Politiker verantwortlich.

Ausdruck eines egoistischen Denkens im Privatleben, sieht Harald Lesch in dem Trend zu immer größeren Autos. Klimaschützende Fahrzeuge zu nutzen ist scheinbar nicht mehr cool. Die großen SUVs verbrauchen viel Platz in den Städten und sorgen für vergiftete Luft.
Prof. Harald Lesch ist vielen bekannt durch seine zahlreichen Fernsehauftritte. Er ist Mitglied des Bayerischen Klimarats.


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