Die sauberen Flüsse unseres Landes

Wir meinen, die Kläranlagen säubern unser Abwasser, bevor es in die Flüsse entlassen wird.Leider ist das ein Trugschluss. Medikamente, die im Urin oder Stuhl enthalten sind, kann eine Kläranlage nicht ausfiltern. Ebenso gehen Mikroplastikteile durch alle Filter und Reinigungsanlagen. Sie stammen zum Teil aus Kosmetika (Shampoos, Peelings) aber auch synthetische Fasern, die sich in der Waschmaschine von den Kleidungsstücken lösen, sind ein Problem.
Bei der Untersuchung unserer Flüsse hat Greenpeace festgestellt, dass unser Sauberland keine sauberen Flüsse hat. Zwar sehen die Gewässer bei oberflächlicher Betrachtung sauber aus. Bei genauer Untersuchung zeigt sich jedoch das Gegenteil. Mikroplastikteile sind allgegenwärtig. Das sind Kunststoffpartikel, die kleiner sind als fünf Millimeter. Sie sind biologisch nicht abbaubar, und geraten in unsere Nahrungskette, denn Fische können nicht unterscheiden, was Nahrung für sie und was Plastik ist. Die Folgen für
sie sind oft Darmentzündungen, Störungen bei der Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung. Die Auswirkungen auf den Menschen sind noch nicht richtig untersucht. Die Forschungen dazu stecken noch im Anfangsstadium.
Die untersuchten Flüsse zeigten alle eine hohe Belastung durch Mikroplastikteile. „Was kann ich dagegen tun“, fragt sich der umweltbewusste Verbraucher.- Der erste Schritt sollte sein, das Kleingedruckte auf der Verpackung genau zu lesen. Acrylate und alles was mit „Poly“ anfängt sind Kunststoffe. Aber auch bei der Auswahl der Kleidung kann man darauf achten, keine Produkte mit synthetischem Anteil zu kaufen.
Eine Gruppe von jungen Leuten hat in der Hamburger Binnen Alster schwimmend mit einer 3 Meter großen Kosmetikflasche für ein Verbot von Plastik in Kosmetika sehr wirkungsvoll demonstriert!


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