Bombenanschläge in Deutschland

Dramatisch spielte sich die Festnahme des Syrers al-Bakr ab, der verdächtigt wird, Bombenanschläge in Berlin geplant zu haben. Vor allem aber was im Vorfeld im Online Netz der syrischen Flüchtlinge ablief, war beeindruckend und ein Glücksfall für die Fahnder.
Es gibt verschiedene Portale auf denen die Flüchtlinge sich Informationen holen. Z.B. auf „GermanLifeStyle“ oder bei Fragen zum Asylverfahren. Aber sie verfolgen auch online auf deutsch, englisch und arabisch die Fahndungen der Polizei. Als al-Bakr in Leipzig bei Landsleuten Übernachtungsmöglichkeiten sucht, wird er erkannt und in der Folge von 3 Syrern gefesselt. Doch die telefonische Verständigung mit der Polizei erweist sich als schwierig. Erst als einer der Männer auf der Wache ein Handy Foto des Gefesselten vorzeigt, rückt die Polizei mit einem Einsatzfahrzeug aus.
Nach al-Bakr wurde seit einiger Zeit gefahndet. Er hatte sich durch Recherchen über die Herstellung von Sprengsätzen im Internet verdächtig gemacht. Dadurch wurde der Verfassungsschutz auf ihn aufmerksam. Aber als man versuchte ihn in einer Wohnung in Chemnitz fest zu nehmen, entkommt er. Erst mit Hilfe der syrischen Landsleute, die einen mutigen Einsatz leisteten, gelang es, ihn dingfest zu machen.
Inzwischen hat sich die Bundeskanzlerin bei den drei Syrern bedankt. Einige Stimmen fordern, den Männern das Aufenthalts recht zu erteilen.
Eine andere Wendung nahm das Attentat einiger Jugendlicher in Essen. Durch Kontakte zu Salafisten radikalisierten sie sich. Sie beteiligten sich an einem folgenschweren Bombenanschlag auf einen Sikh Tempel, bei dem drei Menschen zum Teil schwer verletzt wurden.
Die Mutter des einen Jugendlichen verfolgte mit Schrecken die fortschreitende Entwicklung ihres Sohnes. In Ihrem Buch „Mein Sohn der Salafist“ beschreibt sie, wie sie immer wieder durch Gespräche versuchte, ihn von seinem Weg abzubringen. Sie wandte sich hilfesuchend an deutsche Ämter. Doch die Zuständigkeiten waren unklar und auch der Datenschutz offensichtlich ein Hindernis. So kam es zu dem Bombenanschlag, an dem mehrere Jugendliche beteiligt waren. Jetzt sitzen sie in Untersuchungshaft und warten auf die Verhandlung im Dezember.


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