Das Erntedankfest und die Bauern

Das Erntedankfest wird laut Umfragen von den Bürgern als ein Tag angesehen, an dem sie sich bedanken für den Wohlstand und die Sicherheit in der wir leben dürfen. Zu den Dankgottesdiensten sind die Kirchen reich geschmückt mit dem, was in den Gärten und auf den Feldern gewachsen ist.
Doch wer sich mit dem Thema Landwirtschaft befasst, weiß, wie schwierig es heute für den Bauern ist, seine Felder zu bestellen und sich am Markt zu behaupten: Kleine landwirtschaftliche Einheiten haben da keine Chance mehr. Das Thema heißt: Wachsen oder weichen“!
In allen Bereichen zeigt sich ein Wandel, ganz besonders in der Landwirtschaft. Zwar waren die Menschen in Deutschland noch nie mit so guten und sicheren Lebensmitteln versorgt wie heute, aber zu welchem Preis!?
In den letzten 30 Jahren haben zwei Drittel der Betriebe in Westdeutschland aufgegeben. Ihre Flächen werden von größeren Höfen mit größeren Maschinen und höherem Einsatz von Chemikalien bestellt.
Wer in letzter Zeit die Wirtschaftsberichte verfolgt hat, weiß, dass sich Gewaltiges tut bei dem Handel mit landwirtschaftlichen Chemikalien und dem Saatgut. – Die Firma Bayer übernimmt Monsanto, den amerikanischen Agrarriesen. Damit hat sie zusammen mit einigen weiteren Großkonzernen den Agro Markt ziemlich in der Hand. (Nur wenige Verbraucher wissen,dass unsere Landwirte ihr eigenes Saatgut nur verwenden dürfen, wenn sie dafür Lizenzgebühren bezahlen)
Fachleute argumentieren, dass schon jetzt ein Viertel des genutzten Ackerlandes weltweit durch Versalzung, Austrocknung und Erosion kaum noch landwirtschaftlich nutzbar ist. Eine Folge des dauernden Einsatzes von Chemikalien, großen Maschinen und Monokulturen. Darum sehen sie mit Grausen, wie unsere Böden auch noch für die Energieproduktion herhalten müssen. Sie meinen, wenn die Menschen in den Industrieländern ihr Ressourcen zehrendes Konsumverhalten nicht ändern, wird es zu einem Kollaps führen.
Eine Kurswechsel sei unabdingbar!


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