Fisch Alarm in Bayern

„Der Klimawandel ist nicht mehr in weiter Ferne, sondern schon längst da,“ so der Präsident des Landesfischereiverbandes, Albert Göttle. Gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz stellt er Forderungen zur Rettung der Umwelt.“Jeder kann die Auswirkungen in der Natur beobachten,“ sagt er.
In München diskutierten Experten der beiden Verbände über Veränderungen die besonders entlang der bayerischen Gewässer notwendig sind.- Alle Bundesländer haben Vorschriften für die Landwirtschaft erlassen: Ein schützender Randstreifen muss dort entlang der Gewässer von der Bewirtschaftung frei gehalten werden. Nur Bayern setzt als einziges Bundesland auf Freiwilligkeit der Landwirte.
Ein großes Problem stellt der überbordende Maisanbau dar. Wiesenbrüter haben auf diesen Feldern keine Chance. – In Hanglagen wird bei Regenwetter der Mutterboden zwischen den Maispflanzen weggeschwemmt. Der Fischereiverein vom Unteren Inn stellt fest, dass stellenweise der blanke Kies herausschaut. Der Sedimenteintrag in die Flüsse führt zur Verschlammung. Ein toter Lebensraum, in dem Fische nicht überleben können. Fischarten wie die Äsche und die Bachforelle, die kaltes sauerstoffhaltiges Wasser brauchen, finden keine geeigneten´Gewässer mehr. In den Seen kann sich das Wasser nicht mehr gut durchmischen. Dadurch wird das Algenwachstum gefördert und verbraucht dabei viel von dem noch vorhandenen Sauerstoff.
Die Nutzung der Wasserkraft für die Energie Erzeugung ist ein weiteres Problem. Trotz stellenweise vorhandener Fischtreppen ist die Wassermenge oft nicht ausreichend um das Überleben der Fische sicher zu stellen. Das Umweltministerium stellt häufig fest, dass die Vorschrift, eine Restmenge im Fluss zu belassen, nicht eingehalten wird. Leider wird dieses Vergehen nicht streng geahndet! Einer Ausweitung der Nutzung der Wasserkraft sehen daher die Fischer und Vogelschützer mit großer Sorge entgegen.


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