Positives aus Afrika: Ruanda im Aufwind!

Wer den Film „Hotel Ruanda“ gesehen hat, weiß, was sich vor 22 Jahren in diesem Land abgespielt hat: Die Oberschicht der Hutu hat die Gruppe der Tutsi brutal und systematisch ermordet.Die Hilferufe an die Welt und insbesondere an die UNO blieben ungehört. Niemand half den Verfolgten. 100 Tage dauerte der Blutrausch. Fast eine Million Menschen wurden abgeschlachtet. 3.8 Millionen waren auf der Flucht.
Es ist unglaublich was inzwischen in Ruanda geschehen ist! Es hat sich zu dem modernsten Land Afrikas entwickelt.Wie dieses Volk das erlebte Trauma hinter sich gelassen hat ist bewundernswert!
Ruanda ist etwas kleiner als Brandenburg. Seine Hauptstadt Kigali ist vielleicht die sauberste Stadt der Welt. Die Strassen sind ohne jeden Abfall.Fast alle internationalen Hotelketten haben ein Haus in der Stadt, Bürohäuser und Glasfassaden prägen das Bild.
Es gibt sehr strenge Umweltgesetze. Plastiktüten sind verboten. An jedem letzten Samstag im Monat sind alle Bürger aufgerufen, sich in ihrem Umfeld zu betätigen. Es wird geputzt, gefegt und gepflanzt an Kreisverkehren und in Parks.Anschließend versammeln sich alle Teilnehmer im Gemeindehaus zum Essen, Trinken und Reden. Das fördert die Gemeinschaft und baut Ängste und Ressentiments ab.
Präsident Kagame regiert mit strenger Hand und hat das Land zu wirtschaftlichem Erfolg geführt.Das Wachstum liegt zwischen 7 und 8 %
Überall stehen Funkmasten und das Glasfasernetz ist gut ausgebaut. Und noch etwas sehr Wichtiges: die in Afrika so weit verbreitete Korruption gibt es in Ruanda nicht.
Deutschland hat sich massiv an dieser Entwicklung beteiligt. 60 Prozent der Bevölkerung sind unter 26 Jahren. Also braucht man Schulen und Ausbildungsstätten. 380 Berufsschulen gibt es mit deutscher Unterstützung im Land.
„Ruanda ist ein Vorbild für ganz Afrika“ so der Entwicklungsminister Müller bei seinem Besuch. „Es zeigt, welches Potential in dem Kontinent steckt!“


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