Plastik Inseln im Pazifik

Dass Plastik Inseln im Pazifik schwimmen, die vier Mal so groß wie Deutschland sind, ist bedrückend! 140 Mio Tonnen sind es, die so stabil sind, dass man sie mit einem PkW nicht beschädigen könnte.
Ein junger Mann aus den Niederlanden hat sich jetzt vorgenommen, mit know-how, viel Geld und Öffentlichkeitsarbeit dem Problem zu Leibe zu rücken. Mit Luft gefüllte Fangarme, die auf der Meeresoberfläche treiben, sollen den Müll bündeln, der dann von Schiffen abgeholt wird.
Vor drei Jahren, als er 19 war, entwickelte Boyan Slat dieses „Ocean Cleaning“ Konzept.Auf you tube zeigt er Fotos von Tieren, die durch das Fressen von Plastik verendet sind. 99 % aller Vögel, die in der Arktis untersucht werden, haben Plastik im Magen. Laut WWF werden in jedem Vogel 26 Plastikteile gefunden.Auch Fische fressen das Zeug und so landet es in Form von Microplastikteilen auf unseren Tellern.Nach seinem Internet Aufruf überließen 38 000 Gönner dem jungen Mann über eine Million Dollar. Inzwischen sind es schon 3,7 Mill. Selbst die niederländische Regierung hat sich mit Spenden beteiligt! Jetzt reicht das finanzielle Polster aus, um die erste Testphase durchzuführen.
Im Hafen von Scheveningen schwimmt der Prototyp und wird der Presse vorgestellt.Die Barriere aus Polyester, Gummi und weiteren Materialien erhebt sich 1.5 m über der Wasseroberfläche. Sie ist mit Kameras und Sensoren ausgestattet. Aber es wird noch gut drei Jahre dauern, bis die Testphase beendet ist, und das großflächige Säubern des Meeres beginnen kann. Eine 100 km lange Anlage soll dann zwischen Hawai und Californien aufgebaut werden.
Viele Internet Nutzer sind begeistert von diesem Projekt und unterstützen Boyan.
„Wollen wir die Zukunft (der Meere) so akzeptieren, oder wollen wir rausgehen und anfangen sauber zu machen?“ fragt er uns.


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