Volkswagen und das „Dieselgate“

Die Aktionäre bei der Volkswagen Hauptversammlung sind wütend. Sie brüllen in die Micros und beschuldigen die Manager krimineller Energie und Vollkasko-Mentalität. Versteinerte Gesichter beim Vorstand. VW Chef Müller versucht die Wogen mit einer Entschuldigung zu glätten und betont den Willen zu einem Neuanfang.Besonders verärgert reagieren die Aktionäre auf den früheren Finanzvorstand Pötsch und konstatieren, dass sie ihn nicht im Vorstand haben wollen!
Gegen den früheren Vorstand Winterkorn und den VW Markenchef Herbert Diess ermittelt der Staatsanwalt wegen möglicher Manipulationen. Anlass war eine Anzeige der Finanzaufsicht Bafin.
„Dieselgate“ stürzt Volkswagen in eine Vertrauenskrise auf beiden Seiten des Ozeans. Der Konzern hat Rücklagen gebildet um die finanziellen Ansprüche der Geschädigten befriedigen zu können. Es ist aber fraglich ob sie ausreichen werden. Die Höhe der Forderungen und die Strafzahlungen sind noch gar nicht absehbar.
Aber das Unternehmen muss sich verändern. Mit Dieselfahrzeugen wird das wohl nichts mehr.Auch andere Automobilproduzenten sehen die Zeichen an der Wand und erkennen, dass sie auf saubere Antriebsenergien setzen müssen. Es wird notwendig, große Summen in umweltfreundliche Techniken zu investieren. Auch die Kunden müssen lernen, dass sie nicht weiter Kraftstoff verschlingende große Schlitten fahren sollten. Weiter wie bisher, und so tun als ob nicht wäre, geht wohl nicht mehr.


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