Erdogan in der Kritik

Die Trauerfeier für Muhammad Ali in Kentucky verließ Erdogan tief beleidigt. Seine Absicht, als Vertreter der muslimischen Welt eine Trauerrede zu halten, fand bei den Veranstaltern kein Gehör.
Im Ausland zollt man Erdogan wegen seines undemokratischen Verhaltens in der Türkei wenig Respekt. Gerade hat er die Immunität der demokratisch gewählten Abgeordneten der Kurden aufgehoben und sie aus dem Parlament ausgeschlossen. Eine Welle der Gewalt geht durch das Land. Immer wieder kommt es zu Bombenanschlägen bei denen viele Menschen getötet oder verletzt werden. Die TAK, eine Organisation aus dem Dunstkreis der Arbeiterpartei Kurdistans, warnt ausländische Urlauber davor, ihre Ferien in der Türkei zu verbringen. Das Land sei nicht sicher!
Seit dem Konflikt mit Russland wegen des, von der Türkei abgeschossenen russischen Flugzeugs, ist die Besucherzahl der Feriengäste um 30% zurück gegangen. Das ist für die türkische Wirtschaft ein Problem. Erdogan hat sich mit all seinen Nachbarn zerstritten. Darum sollte er sich eigentlich auf den EU Beitritt konzentrieren. Aber er ist aus dem demokratischen Prozess des Landes ausgestiegen. Er lässt Journalisten verfolgen, Redaktionen schließen und akzeptiert Urteile der Gerichte nicht.
Im Herbst möchte er bei einer erneuten Wahl eine Verfassungsänderung durchsetzen, die ihm noch mehr Macht übertragen soll.
Der Türkei geht es zur Zeit wirtschaftlich nicht gut. Das Land ist hoch verschuldet.
Die Befürchtung vieler Beobachter ist, dass es bis zum Jahresende zu bürgerkriegsähnlichen Unruhen kommen könnte.


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